Millionen für Mittelmaß - Warum D2C bei Marken nicht skaliert
Shownotes
D2C- und E-Commerce-Projekte gelten bei vielen Markenherstellern als strategisch wichtig – und scheitern trotzdem regelmäßig schon in der Launchphase. Budgets explodieren, Timelines laufen aus dem Ruder und am Ende entsteht ein System, das weder skalierbar noch wettbewerbsfähig ist.
In dieser Folge zeige ich, warum Corporate-E-Commerce oft um den Faktor 10 teurer ist als bei D2C-Brands oder Startups. Es geht nicht um Tools oder Technologie, sondern um Strukturen, Entscheidungslogiken und Machtverhältnisse. Aus meiner eigenen Erfahrung als Händler und Berater leite ich die fünf zentralen Ursachen ab, die D2C-Projekte bei Marken systematisch ausbremsen.
Das nimmst du mit 🎯
Warum Corporate-D2C-Projekte fast zwangsläufig aus ihrem Rahmen eskalieren
Weshalb Silos E-Commerce handlungsunfähig machen
Warum Lastenhefte der sichere Weg in die Kostenfalle sind
Wie Dienstleister-Logiken Projekte verzerren
Welche Rolle Legacy, Sunk Cost und Machtspiele spielen
Warum Skalierung weniger Technik und mehr Ownership braucht
🔗 Links
🌐 Websites: https://Vendor-Campus.com https://office12n.de
🤝 Folge mir auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/frank-holzwei%C3%9Fig-b400a755/
📌 Facebook-Gruppe: Amazon Vendor EU8 Mastermind – Selbsthilfe zu operativen Herausforderungen https://www.facebook.com/groups/1024959967968968
Transkript anzeigen
00:00:00: Achtzig bis neunzig Prozent der Detoxie Projekte bei Corporates ufern finanziell und zeitlich aus, schon in der Launchphase.
00:00:13: Und damit ist man natürlich schon mal klar im Nachteil gegenüber Detoxie Brands und Start-ups, denn wir reden hier in der Regel um den Faktor zehn, den diese Projekte bei Corporates teurer werden.
00:00:28: Dazu kommt aber, dass Bei vielen Markenerstellern, die E-Commerce-Systeme sehr schwer bedienbar sind, sehr komplex und schwer bedienbar und dazu noch hohe Folgekosten haben.
00:00:41: und in so einem Feld ist es natürlich schwer zu skalieren.
00:00:45: In der Folge hier, die ist für dich richtig, wenn du das E-Commerce verantwortest und das bei dir feststellt, wenn du dich fühlst wie auf einem Tanker und links und rechts fahren, irgendwelche Schnellboote.
00:00:57: Dann hört ihr die Folge hier an.
00:00:58: Ich habe die fünf wichtigsten Ursachen hier rausgearbeitet, die dazu führen, dass das so ist.
00:01:05: Also das sind dann deine Ansatzpunkte.
00:01:08: Und dann wollen wir jetzt keine Zeit verlieren.
00:01:10: Jetzt kommt das Intro und dann geht's los.
00:01:13: Viel Spaß mit der Folge.
00:01:18: Herzlich willkommen zu Handelsrouten, zwei Punkt Null, dem e-Commerce Podcast für Markenhersteller und Amazon Vendor.
00:01:29: Heute mit der Folge Millionen für Mittelmaß, warum die zu sie beim Marken nicht skaliert.
00:01:41: Ja, die Folge liegt mir besonders am Herzen.
00:01:44: Es geht nämlich um den, für mich um den Schnittpunkt oder nicht die Folge, das Thema liegt mir besonders am Herzen.
00:01:52: Denn für mich geht es hier um den Schnittpunkt, den ich in meiner ersten beruflichen Zeit, ich habe ja einen Online-Shop, betrieben, fünfzehn Jahre lang, Und meiner zweiten, wo ich auf der Seite von Markenherstellern berate und im Einsatz bin, im weitesten Sinne.
00:02:09: Und das hier war tatsächlich für mich der Aufschlag, als ich das erste Mal bei einem Markenhersteller gefragt wurde, wie ich das machen würde mit dem Webshop.
00:02:22: Und kurz die Historie, also ich habe unter Webshop verstanden, ich habe den ersten, glaube ich, eins gestartet, aus einer Idee raus für Fizdoor.
00:02:34: Und damals war das so, man musste sich fragen, wie kann ich denn online verkaufen?
00:02:37: Und dann gab es damals eine CD von Data Becker, die hat, glaube ich, hundert Euro, hundert Mark gekostet.
00:02:44: Und Data Becker auch witzig.
00:02:49: Der Vater ist, glaube ich, Autohausbetreiber in Düsseldorf und die haben dann auch irgendwie ins Software gemacht.
00:02:55: War recht bekannt damals.
00:02:57: Und die hatten unter anderem auch Online-Shop-Software.
00:03:01: Und im Laufe der Jahre habe ich dann immer gedacht, okay, ich bräuchte eine bessere Software.
00:03:06: Ich könnte mehr Umsatz machen, wenn ich jetzt eine bessere Software hätte.
00:03:10: Und bin dann so über OS-Commerce, XT-Commerce, Magento, JTL, über verschiedene Systeme dann in meinem eigenen Betrieb gewachsen.
00:03:22: Und ja, habe entsprechend mehrere Projekte hier.
00:03:27: gehabt und die nicht irgendwie mit einem Budget, was ich verantworte, sondern für mich betreffend meine Existenz.
00:03:35: Das heißt, mit so viel Feuer und Herzblut ist man dann auch da drin.
00:03:40: Und was ich da festgestellt habe, ist, dass am Ende es kam immer neue Systeme auf, aber was die am Ende machen, Es sind ja transaktionale Systeme im weitesten Sinne.
00:03:53: Und was dann erklärt wird, was sie können oder nicht, da geht es dann irgendwie um Geschwindigkeit und Bedienbarkeit im Backend.
00:04:02: Aber wenn ich heute schaue, was Webshops so können, das ist also ganz ehrlich, ist das, was heute am Markt ist, auch nicht so weit weg von Data Becker.
00:04:15: Also es gibt einen Warenkorb, es gibt Artikel, es gibt Kategorien, es gibt Preise dazu, es gibt die Möglichkeit, Zahlungsmöglichkeiten anzubinden.
00:04:27: Da hat sich, ehrlich gesagt, in über zwanzig Jahren fast nichts geändert.
00:04:34: Und für mich war der harte Aufschlag.
00:04:38: Ich hatte, glaube ich, im Jahr oder dreizehnt, noch mal ein Projekt und habe eine neue Warnwirtschaft, ein neues E-Commerce-RP und einen Webshop.
00:04:48: Noch mal neu.
00:04:49: installiert oder auf den neuesten Stand gebracht der Technik und das ganze hat mich inklusive Design, Datenmigration, Anbindung der Prozesse für die ganzen Formulare, Anlage der Formulare und so weiter.
00:05:06: Ich hatte super Dienstleister, grüße an Marc-J.
00:05:09: Zombeck.
00:05:12: Also das hat mich... Zwischen zehn und fünfzehntausend Euro gekostet und ich habe das damals schon für wirklich teuer gehalten ehrlich gesagt.
00:05:23: Weil die Projekte davor wie gesagt ich bin mit hundertfünfundfünfzig mark gestartet und das war für mich für das war ein großes Projekt.
00:05:32: und.
00:05:34: Als ich dann den Store oder mein mein Geschäft verkauft habe oder in der Phase des Verkaufs wurde ich von.
00:05:42: Lieferanten und aus deren Netzwerk von Corporates angesprochen, um oder ich wurde gebeten beim Thema Webshop und E-Commerce zu beraten.
00:05:54: Und das erste Projekt, was ich gesehen habe, da wurde auch ein Webshop, das war ein Webshop-Projekt und das war ein Magento-Shop, kannte ich ja jetzt.
00:06:07: Und das Projekt hatte als Budget aber nicht meine Fünfzehntausend, sondern auch Hundertfünfzigtausend.
00:06:16: Und diese Hundertfünfzigtausend, da habe ich dann gedacht, ja, das ist ja aber auch krass, wie unfair, dass jemand mit solchen Budgets Online-Shops machen kann.
00:06:27: Der hat ja dann auch viel bessere Online-Shops und so jemand hat ja ganz andere Möglichkeiten.
00:06:34: Und als ich dann in den Projekten ein bisschen reinschauen durfte, habe ich gesagt, wie ich es machen würde, das hat man aber nicht so gehört.
00:06:43: Weil da waren lauter Alpha-Tiere, die in diesem Projekt involviert waren und alle offensichtlich wussten, was sie taten und wollten das nicht von so einem dahergelaufenen Online-Shop-Betreiber.
00:06:56: Da wollten die nicht so viel hören.
00:06:58: Und ich habe dann gedacht, ja, lass sie mal machen.
00:07:03: Und über die Jahre, weil das Projekt lief dann Jahre, also mein Projekt hat drei Monate inklusive Prokastination beim Dienstleister und bei mir irgendwie gedauert, da lief es über Jahre.
00:07:16: Und ich habe dann nach, ich glaube, zwei Jahre, zwei Jahre, bis der Online Shop fertig war.
00:07:22: Und dann war es aber nicht mehr bei Hundertfünfzigtausend, sondern bei fast fünfhunderttausend Euro Kosten und.
00:07:29: Ich habe dann weiter aber beobachtet, weil mich hat das interessiert, was dieser Shop denn kann.
00:07:35: Und ich habe ein bisschen Einblick noch mal bekommen, was er denn kann.
00:07:40: und es gab dann Pressemeldungen, wo die Agentur, die das Ganze aufgesetzt hat, die dafür und war, sich profiliert hat mit Pressemeldungen und die hat dann erklärt, was dieser Shop kann.
00:07:54: Das will ich jetzt gar nicht widergeben, weil nichts davon hatte damit zu tun, dass ... man in dem Shop verkaufen kann.
00:08:03: Da standen dann so Dinge wie ... ... es soll eine Last von so und so viel Kunden ... ... und aufrufen können.
00:08:09: Es gibt eine ... ... Suchfunktion.
00:08:13: Also lauter Dinge, die ... ... ohne Quatsch mein Data-Becker-Shop ... ... auch schon hatte.
00:08:19: Und ... ... da ... ... wurde mir da ... habe ich mal begonnen zu schauen.
00:08:26: okay oder?
00:08:26: ich habe verstanden der preis korreliert nicht mit der qualität sondern das hat andere ursachen und ab da habe ich dann bei markenherstellern immer genau hingeguckt und ab da auch begonnen rigoros zu beraten best practices zu nutzen.
00:08:45: und Ich war so ein bisschen, ich habe mich ein bisschen gefühlt wie ein Pionier überall, wo ich hin kam, weil ich habe für mich die Mission gehabt.
00:08:52: Ich möchte die Tools, die die die Marketplace-Händler nutzen, den Corporates zugänglich machen.
00:09:01: Und das durfte ich dann auch in gerade in einem großen oder in der Hauptverantwortung bei Roto.
00:09:10: Und das war sehr spannend.
00:09:12: Und so konnte ich dann auch alle Ich sag mal Reibungspunkt und die Gründe, warum die Dinge so passieren.
00:09:19: Sehr genau verstehen, nicht nur verstehen, sondern auch fühlen.
00:09:23: Und aus der Erfahrung und dann aus der Erfahrung, die ich aus den Projekten bei anderen Markenherstellern mitbring, stelle ich dir mal die fünf wichtigsten Ursachen dafür raus hier, die dafür sorgen, dass die Projekte so sehr monetär.
00:09:44: Eskalieren.
00:09:48: Und vor allem, warum es der Faktor zehn zu den DTC Brands ist.
00:09:52: Also erst mal das Umfeld, die Begebenheit.
00:09:56: Es ist ja so, dass jeder, man braucht ja nicht mal einen mittleren Schulabschluss, um bei eBay oder bei Amazon auch Dinge zu verkaufen.
00:10:10: Das kann ja im Grunde jeder, es ist nicht schwer.
00:10:15: diesen Prozess zu durchlaufen.
00:10:19: Und auch mit dem Onlineshop ist das auch nicht, eigentlich auch nicht so schwer.
00:10:24: Es wird in dem Moment kompliziert, wenn oder warum ist das schwer für eine Organisation?
00:10:32: Es ist für eine Einzelperson nicht schwer, aber es ist für eine Organisation schwer und dafür muss man erstmal verstehen, wie ein Konzern funktioniert.
00:10:39: Ein Konzern ist nämlich Nach meinem Verständnis in sich zerschnitten, damit er ein Unternehmen in dieser unnatürlichen, nicht tribalen Organisationsform steuerbar bleibt.
00:10:52: und funktional sind Konzerne in der bestimmten Art und Weise ja zerschnitten und man spricht dann immer von sie los.
00:10:59: Da haben wir die IT, wir haben Vertrieb, wir haben Marketing, wir haben Logistik, wir haben Finance, wir haben HR, wir haben, was habe ich vergessen, Organisation, Produktion.
00:11:11: Und diese Abteilungen sind zerschnitten voneinander.
00:11:18: Und innerhalb dieser Abteilungen habe ich dann wieder die Möglichkeit, Karriere zu machen.
00:11:24: Die Berufsausbildung sind immer genormt auf diese bestimmten Abteilungen.
00:11:29: Und innerhalb der Abteilung, innerhalb dieses Silos machen dann Menschen Karriere.
00:11:36: und machen vielleicht den Aufstieg zum See-Level innerhalb dieser Abteilung oder zum Leiter dieser Abteilung.
00:11:43: Und ja, da macht man dann viele Jahre Dinge richtig und guckt einfach nur in seinen Skills, in seine Abteilung, wie man das gewohnt ist.
00:11:55: Jetzt brauche ich aber, um ein Paket, so wie ich mein Sohn mit siebzehn kann das auch schon bei eBay was einstellen.
00:12:06: Mit dem, um das zu können, muss diese Organisation, aber dummerweise, sind fast alle dieser Silos betroffen.
00:12:14: Und die Silos sind jetzt bei Markenherstellern zum Beispiel ja nicht dafür gemacht, dass ein kleines Päckchen verschickt wird, sondern truckweise.
00:12:22: Und die Schwierigart, das wissen die meisten hier, glaube ich, die hier zuhören.
00:12:24: Aber ich will darauf hinaus, dass es der entscheidende Aspekt liegt in der Orchesterierung dieser Bereiche, weil wir haben das hier am Ende, am Ende des Tages in der Regel mit Alpha-Tieren zu tun, die da an der Spitze stehen und die eine Verantwortung tragen für ihren Bereich.
00:12:47: Und die jetzt zusammen, die müssen ja für einen Webshop, da muss ja mindestens Logistik, IT, Finance und Vertrieb zusammen Entscheidungen treffen.
00:13:00: Und keiner hat die Chance so richtig beim anderen reinzugucken.
00:13:04: Wenn Logistik sagt, Pakete verschickten kostet bei uns zehn Euro, dann kostet das für die anderen zehn Euro.
00:13:11: Wenn Feinens sagt, wir können kein zweites ERP-System einführen, wir können kein Kassensystem einführen, hat der Wirtschaftsprüfer gesagt, dann ist das Gesetz.
00:13:23: Und dann bleibt es da hängen.
00:13:24: Wenn die IT sagt, wir arbeiten mit dem und dem Partner zusammen, da haben wir Verträge.
00:13:29: dann ist das Gesetz.
00:13:30: Und so fehlt dann in der Regel jemand, der den Überblick hat und ich will sagen die Kompetenz, aber auch die Autorität, um diese Abteilung zu orchestrieren.
00:13:47: Das ist die Hauptursache oder das ist erstmal die Begebenheit, in der ein Onlineshop-Projekt durchgeführt werden muss.
00:13:58: Das ganze das ist für mich so fatal das ich will noch mal einen Schritt zurück.
00:14:07: Zu diesem das marken sich so schwer tun online shops zu zu etablieren.
00:14:11: das ganze finde ich so verteilt weil das ist so wichtig.
00:14:15: Zwanzig sechsten zwanzig die handelslandschaft hat sich so sehr geändert also im unternehmen jeder merkt es jetzt.
00:14:21: also e-commerce ist kein ranthema mehr e-commerce ist.
00:14:27: Im handel ist es.
00:14:29: Der Handel deckt mittlerweile überall E-Commerce first und die Handelslandschaft hat sich halt so geändert, dass ich als produzierendes Unternehmen Zugang zu Endkunden habe.
00:14:38: Jetzt kommen aus China Unternehmen auf Temu und man sieht sie auch bei Amazon und eBay.
00:14:44: Wie gut die das machen, die sind halt in der Lage, ihre Produktentwicklung am Endkunden auszurichten.
00:14:49: Die Produkte direkt zum Endkunden zu bringen, die können das.
00:14:53: Und das ist so traurig, dass sich die Markenhersteller hier so schwer tun und in ihren alten Strukturen verharren und gar nicht in der Lage sind, ihre Detossiprojekte an den Start zu bringen in der Breite.
00:15:06: Das ist wirklich, wirklich traurig.
00:15:08: Und es könnte so einfach sein.
00:15:11: Und ich will hier nur appellieren und auch dich noch mal motivieren und dir zurufen, das ist entscheidend.
00:15:18: Das ist langfristig für die meisten Kategorien überlebenswichtig, eine Detoxie-Fähigkeit zu haben, eine E-Commerce-Fähigkeit.
00:15:29: Das heißt, Web Shop, Marketplaces und Amazon Seller jetzt ganz konkret stand heute.
00:15:35: Ansonsten.
00:15:37: ist die Zukunftsfähigkeit in der Regel ehrlich gesagt nicht gegeben, weil der Handel ist gerade so sehr in den meisten Branchen oder die meisten ja verschiedenen Handelsbereiche sind einfach auch unter Druck und suchen ihr ihr wohl in eigenen E-Commerce-Projekten, die teilweise viel mit Aktionismus zu tun haben.
00:16:03: Aber da geht auch viel in Richtung Marketplace und es gibt einen Verwachsen zwischen online und offline.
00:16:10: Und wenn ich da nicht mitspielen kann, wenn ich ein veraltetes System habe, wenn ich jetzt schon veraltetes System habe und das durchschleppt, dann ist das sehr, sehr, sehr ungünstig.
00:16:19: Also die fünf Ursachen.
00:16:21: Das ist ein bisschen schneller durch, damit die Folge nicht ausartet.
00:16:25: Das erste ist die Unkenntnis von Beteiligten über diese E-Commerce-Möglichkeiten, die D to C Brands und Start-ups nutzen.
00:16:38: Das heißt, da sind Beteiligte zum Beispiel vielleicht in der IT-Abteilung oder sagen wir so, die haben nicht nur eine Unkenntnis über diese Möglichkeiten, die haben Kenntnis über das, was sie bisher kennen im Kostenfeld oder kostenmäßig und in Größenordnungen und in Zeitschleifen, die sie kennen von ihren Partnern über IBM, SAP, Microsoft.
00:17:01: Und wenn man damit dann E-Commerce machen will, wenn man das nicht anders kennt, dann packt man das auch genauso an wie man es kannte.
00:17:08: Das ist schon mal das erste Thema.
00:17:12: Und um so ein bisschen einen Bogen zu kriegen, was ich da jedem empfehlen, also jedem empfehlen ist ein großes Wort, aber ich versuche ja hier zu helfen, dass wir Unternehmer in den oder unternehmerisches Denken in den Unternehmen etablieren können.
00:17:29: Das Mitarbeiter und Führungskräfte zu kleinen Unternehmern im Unternehmen werden und mit Blick auf solche Projekte kann das extrem hilfreich sein, wenn die Projektführende Person einfach mal einen eigenen Webshop eröffnet, inklusive eine Firma gründet, ein Webshop macht und damit ein paar Produkte an den Start bringt.
00:17:49: Nicht um was zu verkaufen, sondern um einmal den Prozess zu durchlaufen und zu wissen, was ist eigentlich wie aufwendig und was geht eigentlich und was geht nicht außerhalb von dem Riesentanker, der da so langsam wirkt.
00:18:04: Was geht eigentlich und nicht, was geht nicht, um das Verständnis zu kriegen, so einen Webshop einmal an Start zu bringen oder einen Amazon Seller Account, das sind keine drei Monate, dann ist das gemacht und dann hat man eine gewisse Erfahrung.
00:18:18: wäre ein Ansatz.
00:18:22: Zweiter Punkt.
00:18:23: Also erstes ist die Unkenntnisse vom Beteiligten.
00:18:25: Es sind einfach die Falschen, die diese Projekte dann machen und auch von den falschen Beratern beraten werden.
00:18:32: Aber das kommt noch.
00:18:32: Das Zweite ist das Vorgehen mit Lastenheft.
00:18:37: Also das ist natürlich eine Vollkatastrophe.
00:18:39: Wenn man vorher diese im Konzern diese Leitungen, diese Alphas oder noch andere Beteiligte.
00:18:47: Fragt, ja, wir machen, wenn man ein Projekt hat, Marketplace, Anbindung oder Webshop.
00:18:53: Und dann fragt man die, was hättet ihr denn gerne?
00:18:55: Was braucht ihr denn dafür in der IT, in der Logistik und so weiter?
00:18:59: Und dann denkt ihr, ja, ist das schön, dass ich gefragt werde und machen dann wünscht ihr was.
00:19:05: Und in den katastrophalsten Projekten ist es dann so, dass dieses Wünsch dir was eine Agentur übergeben wird, einem Dienstleister, der das umsetzen soll, der sagt dann im schlimmsten Fall, oh, das ist aber aufwändig und macht dann ein Preisschild dran.
00:19:22: Der braucht schon ein paar Monate, um das überhaupt zu kalkulieren, was das Ganze nur kosten soll.
00:19:29: Da braucht er schon Monate für unter Umständen das einzusammeln.
00:19:33: Und dann geht es los.
00:19:35: Und wenn solche Projekte, die ein eigentlich zum Scheitern verurteilt sind.
00:19:40: Es kann nicht funktionieren.
00:19:41: Es kann so nicht funktionieren, wenn es nicht einem führenden Element folgt.
00:19:47: Und wenn es dann nicht funktioniert, dann kann der Dienstleister immer wunderbar sagen, wenn dann wieder eine Schleife kommt und dann passiert, dass es das und das und noch was dazu kommt und noch teurer wird und noch länger dauert, dann kann er immer sagen, ihr wolltet das ja so haben.
00:20:03: Und das impliziert natürlich, dass das Unternehmen das so haben wollte, aber das wollte das überhaupt nicht so haben.
00:20:09: Das wollte ein kleines Element darin haben, was nicht überblicken konnte, welche Komplexität seinen Wunsch auf das Projekt wirft.
00:20:23: Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte man drüber lachen.
00:20:27: Aber es läuft genauso.
00:20:31: Also zweiter Punkt, lasst ne Heft vorgehen.
00:20:34: Dritter Punkt.
00:20:36: Die Dienstleisterlandschaft und die Industrie, die ganze Industrie, die sich um diese, nennen wir es mal, Zielkonflikte, die in den Unternehmen herrschen, die ich eben beschrieben habe, und die Ängste, die in Unternehmen herrschen, die sich darum breit gemacht haben und das für sich zu nutzen wissen.
00:20:53: Also insbesondere Softwareanbieter, Agenturen, Die mit Corporate schon lange zusammenarbeiten, die sind oft, da ist oft eine ordentliche Fettschürze angesetzt und die sind ziemlich gut da drin, der Marke das zu verkaufen, was sie meint zu brauchen und relativ schlecht da drin was zu kreieren, was dann auch am Markt performen kann.
00:21:19: Also da gibt es seltene Korrelation.
00:21:23: Und also entweder ich bin gut, sowas zu verkaufen.
00:21:27: und mich zu präsentieren und dann wird dann ein Projekt aufgesetzt, ein Projektteam mit einem Projektmanager an die Hand gegeben, der kommuniziert und so weiter.
00:21:36: Dann bekommt das Corporate, dein Arbeitgeber, die Marke, ein Projekt, was sie kennt von dem, wie sie es anfühlt.
00:21:45: Aber man bekommt in der Regel nicht das, was schnell an den Markt führt.
00:21:52: Und dritter Punkt, die Dienstleisterlandschaft und Industrie, die sich darauf spezialisiert hat, Corporates zu bedienen.
00:22:04: Punkt vier.
00:22:07: Legacy und Sanktkost.
00:22:11: Legacy, das heißt, die Software, die schon da ist und die Strukturen und das Mindset, das muss natürlich gemanagt werden und jeder E-Commerce-Verantwortliche in einem Corporate muss eine Strategie für sich haben, wie er mit dem Legacy umgeht.
00:22:29: Weil Menschen kleben am Status quo, das ist so.
00:22:32: Sie hassen Veränderungen.
00:22:34: Nein, andersrum.
00:22:36: Menschen lieben Veränderungen, wenn sie selbst darauf Einfluss haben und sie hassen sie.
00:22:41: Sie gehen es nicht, wenn sie keinen Einfluss darauf haben.
00:22:44: Und das Kleben am Status quo, das Kleben an dem, was mal erstellt wurde und wichtig war, das ist einfach auch natürlich.
00:22:53: Und das ist ein Riesenproblem.
00:22:56: Und wenn im Status quo gerade eine neue Software installiert wurde, die SAP oder Microsoft heißt und einem da oder irgendwem in der IT oder im Vertrieb erklärt wurde, dass die auch super e-commerce zukunftsfähig ist, dann muss man die Person erst mal wieder davon überzeugen oder man muss erst mal prüfen, ob das überhaupt stimmt.
00:23:18: Teaser wahrscheinlich nicht.
00:23:22: und dann muss man erst mal die Personen und die Teile im Organis... im Unternehmen, die gerade viel Geld ausgegeben haben und ein langes Projekt hinter sich haben.
00:23:33: Da sind wir beim Thema Sankost.
00:23:35: Da gehe ich gleich nochmal ein bisschen weiter.
00:23:37: Davon überzeugen, dass es keine gute Idee ist daran festzuhalten.
00:23:42: Sankost, nämlich auch gleiches Problem.
00:23:44: Ich habe der Online-Shop, von dem ich am Anfang erzählt habe, der von Hunderttausend geplant auf am Ende fünfhunderttausend, also eine halbe Million Euro für einen... fucking online shop der nicht mal ein rp system war nur die anbindung mit schnitzstellen.
00:24:01: der hat am ende das problem dass man schon so viel in dieses verdammte projekt bezahlt hat dass man rausreißen neu machen keine option mehr war.
00:24:12: das sind dann sankost.
00:24:13: man hat schon so viel ausgegeben.
00:24:14: dann denkt man in der flucht nach vorn jetzt wird es besser.
00:24:17: und punkt vier hier ganz wichtig immer zu überblicken ist das ganze was ich da habe Auch zukunftsfähig oder hänge ich da dran, weil es in der Vergangenheit war.
00:24:29: Legacy und Zankost.
00:24:31: Und Punkt fünf, das letzte sind Machtspiele.
00:24:39: Das heißt, wenn wir nochmal bei dem Thema sind, da wurde gerade eine wichtige Schnittstelle oder gar ein ERP-System eingeführt, ein neues, dann gibt es da ja Projekt verantwortlich hier oder neudeutsch.
00:24:58: Jetzt komme ich drauf, wie heißt das?
00:25:00: Product Owner aus dem agilen Umfeld, aber Projektleiter heißen sie dann, hieß das früher in den Konzernen.
00:25:13: Diese Leute sind ja dann innerhalb des Unternehmens haben die auch einen gewissen Stand.
00:25:17: Also das muss man sich nochmal klar machen, wenn jetzt die Einführung von so einer Software extrem teuer war, dann wird ja im Unternehmen gemauschelt, oh, hier, das ist ein zwei Millionen Projekt, was der verantwortet hat.
00:25:31: Und wenn sich jemand da geschickt positioniert, dann wird nicht gefragt, hätte man das nicht auch für eine viel weniger machen können.
00:25:40: Das heißt, es gibt.
00:25:41: im Unternehmen unter Umständen keine Interessen, nirgendwo Interessen kosteneffizient zu sein.
00:25:46: Und denige, der dann die großen Kosten aufwirft, ist unter Umständen sogar gefeiert dafür, weil er sich zutraut, so ein großes Projekt zu machen.
00:25:55: Also das erst mal was, was ich gesehen habe in der Vergangenheit bei Unternehmen, was schiefläuft.
00:26:04: Und dann geht es natürlich noch um Macht, wenn das Thema E-Commerce aufkommt.
00:26:11: Jeder fühlt ja zumindest im Bauch oder weiß es mittlerweile, dass eCommerce halt die Zukunft des Handels ist und dass das auch bei Markenherstellern alles auf den Kopf dreht.
00:26:22: Und wenn ich jetzt der verantwortliche, sagen wir mal, fürs ERP-System bin und vielleicht, damit habe ich ja im Unternehmen auch einen Stand, damit bin ich ja praktisch auch unersetzbar, wenn ich alles in diesem Projekt ERP weiß.
00:26:40: Das gibt mir Sicherheit und das Gefühl von Wirksamkeit.
00:26:46: Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, mit SAP können wir nicht so gut den Amazon Seller Account bedienen aus verschiedenen Gründen.
00:26:57: Wir würden gerne die Lösung ansetzen, ein E-Commerce-ERP da vorzuschalten.
00:27:04: Was ja durchaus eine gängige Architektur ist.
00:27:10: Dann könnte jetzt der Verantwortliche von SAP natürlich getriggert werden und kriegt das Gefühl, dass ihm da die Fälle wegschwimmen, dass jemand anderes plötzlich führend irgendwo in den System wird.
00:27:25: Und dann kann das passieren, dass der vielleicht gar nicht das Interesse hat, dass das Ganze zu einem guten Ende kommt, sondern dass sein Interesse ist, dass er in dem alten ERP-System weiter die Kontrolle hält.
00:27:39: und deshalb hat der unter Umständen vielleicht, also das habe ich mehrfach, es kommt live vor, dass das Interesse von Verantwortlichen für das alte ERP-System natürlich nicht ist ein zweites einzuführen, bei dem man nicht verantwortlich ist, sondern möglichst alles da reinlaufen zu lassen und alles darüber laufen zu lassen, darüber zu machen.
00:28:04: Und ob das jetzt hundert oder zweihunderttausend mehr kostet, das ist doch der Person egal.
00:28:10: Also, Machtspiele, das ist der fünfte Platz oder der fünfte Punkt.
00:28:17: So, ich hoffe, du konntest was mitnehmen.
00:28:19: Ich bin, ich dachte, das wird eine sehr kurze Folge.
00:28:21: Wir sind ja schon bei sechsundzwanzig Minuten.
00:28:23: Falls dir das gefallen hat, falls dir der Podcast gefällt und du siehst irgendwo eine Glocke, drück auf abonnieren.
00:28:29: Damit machst du mir eine Freude.
00:28:31: Ich meine, ich gebe das hier meiner Freizeit raus.
00:28:34: und unterstützt mich ein bisschen.
00:28:36: Und nächste Woche geht es dann, da bleibe ich in dem Thema und da stelle ich konkretes Vorgehen vor, um eine E-Commerce-Strategie oder ein E-Commerce-Detoxie-Infrastruktur zu etablieren für unter dreißigtausend Euro in West.
00:28:56: Wenn dich das interessiert, dann viel Spaß in der nächsten Folge, werden hören wir uns in der nächsten Woche und bis dahin wünsche ich deinem Unternehmen maximalen Erfolg und dir maximale Wirksamkeit.
00:29:09: Danke fürs Zuhören.
Neuer Kommentar