#51 So geht Markenvertrieb zwischen Hammer und Amboss mit Markus Nessler

Shownotes

Viele E-Commerce-Verantwortliche suchen bei Margenproblemen zuerst nach besseren Einkaufskonditionen, härteren Verhandlungen oder höheren Preisen.

Dabei liegt einer der größten Hebel häufig an einer ganz anderen Stelle.

In dieser Folge zeige ich dir einen Bereich, der bei vielen Markenherstellern erstaunlich wenig Aufmerksamkeit bekommt – obwohl er direkten Einfluss auf Deckungsbeitrag, Profitabilität und Wachstum hat.

Wir sprechen darüber,

✅ warum viele Hersteller dort unbewusst Marge verschenken

✅ weshalb gerade D2C- und Webshop-Geschäfte betroffen sind

✅ welche versteckten Kosten häufig übersehen werden

✅ wie du schnell erkennst, ob bei euch Potenzial schlummert

✅ und welche konkreten Ansatzpunkte du sofort prüfen solltest

Außerdem gibt es ein kurzes Update zu meinem eigenen Einkaufserlebnis bei Joybuy und warum sich meine Einschätzung zum potenziellen Amazon-Herausforderer nach einem ersten Praxistest verändert hat.

Eine Folge für alle, die nicht nur Umsatz steigern, sondern auch nachhaltig profitabler werden wollen.

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Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo Markus, schön dass du diese Woche wieder da bist.

00:00:36: Wir haben uns letzte Woche ja in der Folge verabredet und sind jetzt zwei Tage später, nehmen die nächste Folge auf weil wir konkreter werden wollten.

00:00:51: Vorstellen musste ich glaube nicht nochmal, ich sage den Hörern, die dich nicht kennen hört einfach die letzte Folge da ist das Intro dazu und dann hole ich noch mal kurz die Hörer ab die letzte Woche nicht dabei waren.

00:01:06: also wir haben in der letzten Woche rausgearbeitet dass Preisprobleme, häufig gar keine Preisprobleme sind sondern Ausdruck deutlich größerer Veränderungen im Markt und wir haben diskutiert welche Auswirkungen Plattformen wie Amazon oder auch die neuen Akteure wie Joybuy auf Sichtbarkeit Vertriebssysteme und die Steuerungsfähigkeit von Markenherstellern haben.

00:01:32: Und eine zentrale Erkenntnis war dabei wer Sichtbarkeitsranking Traffic Daten Plattformzugang kontrolliert, kontrolliert zunehmend den Markt.

00:01:46: Und heute wollen wir einen Schritt weitergehen denn wenn sich die Marktmechanik verändert was sie gerade tut stellt sich für die produzierenden Unternehmen, für Hersteller, Händler und Markenvertriebe oder vor allem für Herstellern und Markenfertriebe die Frage welche Funktion Erfüllen wir denn jetzt im Markt?

00:02:10: Wie machen wir unseren Job gut?

00:02:13: oder anders formuliert, vor allem mit Blick auf die Vertriebskanäle.

00:02:19: Wer wird im Plattform Zeitalter überhaupt noch gebraucht?

00:02:23: und darüber spreche ich heute wieder mit Markus Nessler.

00:02:26: Hallo, Markus Schön, dass du da bist.

00:02:29: No Frank!

00:02:29: Vielen Dank, dass ich nochmal da sein darf.

00:02:35: Ja warum gehen wir direkt rein.

00:02:39: Warum müssen wir über Marken Vertriebe sprechen.

00:02:43: Wir reicht das nicht aus, wenn Marketing gute Marken baut und Vertrieb gute Umsätze macht?

00:02:49: Warum Markenvertriebe?

00:02:54: Genau das ist ja das was die lange Logik ist.

00:02:57: und wenn du mit erfahrenen Vertriebsleuten sprichst dann sagen sie dass hat in den letzten hundert Jahren sehr gut funktioniert.

00:03:06: warum soll man daran etwas ändern?

00:03:08: heute reicht es nach meinem empfinden nicht mehr.

00:03:12: Viele Hersteller verlieren nicht deshalb Marktanteile, weil ihre Produkte schlechter werden sondern weil sich die Marktmechanik verändert.

00:03:19: Das heißt die Art und Weise wie Produkte überhaupt Teil der Kaufentscheidung des Entkunden werden?

00:03:27: Und wenn man nicht Teil der Kaufentscheiden des Ent Kunden wird kann man nicht gekauft werden.

00:03:31: ziemlich einfach heute geht es eben um Sichtbarkeit Plattformzugang Daten Distribution Handelsmacht OEM Zugänge.

00:03:41: Deshalb müssen wir stärker über Vermarktungssysteme sprechen und nicht mehr über Stückwerk.

00:03:48: Ja, also du nennst das ganze Marktmechanik und die Beobachtung dass sich die Handelslandschaft verändert hat und damit ja eigentlich auch das was die Organisationen von produzierenden Unternehmen von Markenherstellern haben in sich reingespiegelt dem Bedarf dieser Handellandschaft wie sie vor zwanzig, dreißig Jahren war oder umgedreht gesagt die Unternehmen diese Handelslandschaft, diese meist mehrstufige Handelslandschaft gut bedienen konnten.

00:04:16: Die sind auch gewachsen, die sind heute relevant und jetzt sprichst du was mich wundert?

00:04:26: Du bist ja Rechtsanwalt und du sprichest jetzt häufig, du nutzt den Begriff Marktmechanik und spriches weniger von Recht.

00:04:33: Wie kommt das denn dazu?

00:04:37: der Erfolg oder der Misserfolg heute selten an einer Vertragsklausel entscheidet, sondern an der Schnittstelle zwischen Vermarktungsstrategie, Vertriebssystem operativer Umsetzung und rechtlicher Durchsetzung.

00:04:51: Also das heißt wenn man nicht weiß was man will und wozu man es will und wie man es machen möchte dann irrt man letztendlich von links nach rechts.

00:05:06: für sich betrachtet das selektiver Vertriebsvertrag auch nichts, weil wenn man nicht weiß was man auf einem Klavier spielen möchte dann braucht man auch kein Klavier.

00:05:18: Das Recht ist also nur der Gestaltungsrahmen.

00:05:21: die eigentliche Frage lautet funktioniert das Vermarktungssystem wie ich es im Moment betreibe überhaupt noch und bin in der Lage meine Interessen als Markenhersteller eben ihm in der Vertriebskette umzusetzen und durchzusetzen.

00:05:39: Ja,

00:05:42: wenn ich jetzt eigentlich das was wir diskutieren ist ja im Grunde auf dem Level oder in den Feld von Strategieberatung und wo ist denn?

00:05:54: du

00:05:55: kommst aus der juristischen Seite?

00:05:59: Ich weiß aber du hast ja auch im Vertrieb ich glaube sogar direkt bis groß geworden bei einem Markenhersteller, kennst den Vertrieb und hast auch einen wirtschaftlichen Studium berufsbegleitend abgeschlossen.

00:06:13: Der Blickwinkel, wo kommt dein besonderer Blickwinkle?

00:06:17: Kannst du das nochmal beschreiben wie du deinen Blickwinkel wahrnimmst?

00:06:22: Sehr gerne Frank.

00:06:23: vielen Dank für die Frage.

00:06:25: also zunächst möchte ich mal sagen dass viele Strategieberater oder Preising-Agenturen oder auch Vertriebsberater die wollen und dürfen keine Rechtsberatung durchführen.

00:06:34: Die haben ihren kaufmännischen Blickwinkel, den betrachten sie

00:06:38: eben.".

00:06:39: Und dann gibt es viele Juristen, die verstehen die vertrieblichen und marketingseitigen Zusammenhänge nicht ausreichend.

00:06:46: Die können zwar

00:06:47: gut

00:06:48: Paragrafen lesen und die haben die Urteile drauf und wissen was nach der Rechtsprechung möglich ist.

00:06:54: Sie wissen aber im Zweifel nicht wie das in der vertrieblichem Praxis wirkt oder was wie wirkt.

00:07:00: Und hier kommt mir jetzt tatsächlich mein Werdegang zugute, ich habe eben ein berufsbegleitendes MBA-Programm in General Management gemacht und war der Assistent der Vertriebsleitung eines Elektrowerkzeugherstellers und hab parallel in den Marketingabteilungen eines Automobilherstelleres und eines Lebensmittelherstellern praktische Erfahrungen gesammelt und halt in der Zwischenzeit in den letzten Selektive Vertriebssysteme eingeführt, umgefüsst und durchgesetzt in fünfzehn Branchen der Konsum- und Gebrauchsglüterindustrie.

00:07:36: Und genau das ist der Punkt dass ich eben weiß wie sich der generfte Atem eines gereizten Endkunden oder Handels Kunden anfühlt Wie man dahin gehen muss?

00:07:52: Wie man da vorbereitet sein muss und welche Waffen und welche Werkzeuge wirklich wirken.

00:07:59: Und jetzt kommt es, ich weiß auch wie man sie legal einsetzen darf.

00:08:03: Das ist das Besondere an meinem Blickwinkel.

00:08:07: Das kann ich bestätigen.

00:08:10: und jetzt auf die Konkret für die Geschäftsführer, für die Vertriebsverantwortlichen da sind.

00:08:19: Welche Hersteller werden in diesen sich wandelnden Zeiten, weil das ist jetzt interessant mit der Expertise aus deiner Sicht gewinnen.

00:08:29: Ich sage immer für mich es klar.

00:08:32: also wer jetzt nicht schafft den Endkundenfokus also den Fokus auf einen anderen Kunden zu legen die Organisation haben sich perfekt darauf angelegt den Kunden den Einkäufer zu bedienen und die dies schaffen als erstes sich auf den endkunden zu fokussieren und ihre Organisation auch darauf auszurichten.

00:08:49: Das sind die denen ich die größten Zukunftschancen Einrichter.

00:08:53: Wie siehst du das?

00:08:55: Welche Hersteller gewinnen künftig?

00:08:58: also ich möchte die Herstelle so ein bisschen nach Typen beschreiben, ja.

00:09:07: Also da gibt es den Typ A möchte ich ihn mal nennen.

00:09:10: Das ist irgendeine Marke ohne Differenzierung einer der seit zwanzig Jahren mehr deswegen mit denselben Absatzmitteln im Gespräch ist und wo sich dann dass der Streit um zwei Prozent rauf oder runter bewegt.

00:09:27: Die Marke an sich ist vollkommen austauschbar, die Produkte sind austauschbar.

00:09:31: ob der da jetzt eigentlich noch weiter im System spielt oder nicht spielt für den Händler keine große Rolle.

00:09:38: Typ A ist nach meinem Empfinden stark gefährdet.

00:09:42: Typ B das sind welche mit Produktkompetenz und einer gewissen technischen Alleinstellung oder technischen Überlegenheit.

00:09:51: Die sind meistens besser dran Wobei hier das Problem in der Regel darin besteht, dass die technisch und über priorisierenden Vertriebe fürchterlich in der Endkundenzentrierung und fürchterliche in der Auftragsabwicklung sind.

00:10:10: Das ist eine sehr langartige unprofessionelle Geschichte.

00:10:15: Es erinnert mich immer ein bisschen an Fußball F-Jugend – alle Mann am Ball inklusive Torwart, gell?

00:10:19: Und das ist einfach schlecht!

00:10:22: Die sind zwar schon besser, aber wenn es hier Leute gibt die einfach in der Auftragsabwicklung, in der Definition was gebraucht wird wie es gebraucht wird.

00:10:32: Wie der Kundenwunsch erfüllt wird, die da besser sind.

00:10:35: Die werden die anderen aus dem Markt räumen selbst, wenn deren Produkt und Technikkompetenz besser sein sollte.

00:10:44: Dann haben wir den Typ C. Die haben eine Produktkompetenz, eine Community und irgendeine gewisse emotionale Bindung.

00:10:51: Das sind auch dann eher so luxusorientierte Marken.

00:10:55: Und die sind noch besser dran als die anderen.

00:10:58: Die haben aber in der Regel eben ihre alten Vertriebsmodelle und sie haben ihre überholten Bezugskonditionsmodelle.

00:11:06: Über diese Bezugsskonditions-Modelle geben die in der Regel ihren Händlern Waffen und Munition an die Hand und wundern sich wenn die damit gegeneinander Krieg führen.

00:11:16: Und dann kommt der Typ D. Das sind die, die ein gutes Produkt haben, die ihre relevanten Vertriebsteuerungstools im Griff haben, den eigenes Ökosystem abbilden können, Service bieten, Daten bieten und Kundenzugang bieten.

00:11:34: Die sind stark und werden überleben.

00:11:36: Der Rest ist im Singflug.

00:11:42: Und der Vertrieb würde immer sagen, wir können nichts tun.

00:11:44: Wir können nicht tun und man kann auch immer so lange nichts tun bis man dann eben auf den Boden aufschlägt Geld.

00:11:49: Dann kann man tatsächlich nichts mehr tun.

00:11:51: aber die Typ D hier Produkt Ökosystem Service Daten Kunden Zugang Die sich dorthin entwickeln die haben nach meinem empfinden realistische Chancen und daran erkennst du übrigens.

00:12:07: Hier kommt es dann eben nicht auf die Vertragsklausel in erster Linie an, sondern es kommt auf die Vertriebsarchitektur und die Vertriebstruktur an.

00:12:16: Ob sie zukunftsfähig ausgestaltet ist?

00:12:19: Und dann kommt wiederum der Vertrag- und das Recht ins Spiel ob man das sinnvoll umsetzen kann und gegen Störer jeder Art verteidigen kann.

00:12:36: Ich bin konkret jetzt gerade in einem Unternehmen, im strategischen Projekt ein kleiner mittelständischer Hersteller aber eine bekanntere Marke und ich stelle da fest wie das Unternehmen unheimlich... also Wie kriegt man das denn umgesetzt?

00:12:50: Und was ich da feststelle einfach im Kontrast zu größeren Unternehmen ist.

00:12:53: Wie gut die daran sind mit einem Mittel Was größeren Unternehmens tendenziell nicht gegeben ist dieser Situation zu begegnen.

00:13:03: weil er sagt mehr leichter gesagt als getan Typ D zu werden, aber was unfassbar hilfreich ist und ich glaube sogar überlebenswichtig in den Zeiten jetzt.

00:13:13: In den Zeiten und damit meine ich das Beratungen von großen Konsulting, großen Strategie- und Konsultingenunternehmen die vielleicht weltweit operieren.

00:13:23: Die Landschaft verändert sich zu schnell als dass diese Unternehmen mittelständischen deutschsprachigen Unternehmen jetzt helfen können oder die Maßnahmen, die da empfohlen werden.

00:13:34: Ihr braucht jetzt gesunden Menschenverstand!

00:13:35: Die Unternehmen brauchen jetzt gesunde Menschenverstanden und ich glaube das eine ist das Streben in Richtung des Entkundens.

00:13:44: Das ist die riesen Chance, die man jetzt hat wenn die Handelslandschaft aufgemischt wird und Zugänge geboten werden von Google Amazon Social Media Konzernen.

00:13:55: Was würdest du noch beschreiben?

00:13:58: Wie bist Du auf diese vier Typen gekommen oder auf den höchsten Status von Typ D, der das alles besitzt.

00:14:10: Was ist da die Richtschnur nach der Du vorgegangen bist um das zu bewerten?

00:14:15: Es ist einfach Erfahrung und zwar im Moment.

00:14:21: Wenn man mit Vertriebsteams spricht, dann sagen die Vertriebesteams wir dürfen unseren stationären Handel nicht verärgern.

00:14:28: Weil der hat immer noch einen Löwenanteil unseres Umsatzes macht er aus.

00:14:33: und wenn man den stationären handeln nicht ver ärgern darf Dann muss man mit denen sprechen und verhandeln.

00:14:39: Und der stationäre Handel selber hat aber in vielen Fällen eigentlich keine Argumentationsmittel mehr oder Rechtfertigungsgründe, warum er eigentlich mehr Konditionen will?

00:14:49: Oder warum überhaupt Konditionen will.

00:14:51: Wenn du dir mal die wahren Präsentation in vielen stationären Verkaufsstellen branchenübergreifend anguckst ist die in der Regel schlecht und zwar grottenschlecht und je größer die Organisation werden desto schlechter wird diese Beratungskompetenz.

00:15:04: ich habe oft den Eindruck die Leute die dort als verkaufspersonal rumstehen sollen.

00:15:07: bloß aufpassen dass keiner wahre klaut.

00:15:10: aber ob da wirklich einer von denen beraten kann das ist ganz ganz selten der Fall so.

00:15:16: Und diese Plattformökonomie, die eben eine gewisse Ubiquität hat – überall sichtbar, permanent verfügbar, vollkommene Transparenz hinsichtlich angeboten Preisenvarianten und so weiter.

00:15:30: Die macht es eben erforderlich dass man sich als Hersteller darauf einstellt weil am Ende des Tages kommt es drauf an das dein Produkt aus dem wahren Ausgang betriebsbereit an die Verwendungsstelle des Endkunden kommt.

00:15:43: Und die Befindlichkeiten in der Vertriebskette sind in jedem Land unterschiedlich, aber die Bedürfnisse der Endkunden sind in jedem Land ähnlich.

00:15:54: Sonst würden Sie dein Produkt nicht kaufen.

00:15:56: und diese Erkenntnis, die dann dazu führt dass man nicht mehr in Konditionslogiken oder Rabatt-Logiken denken sollte sondern in Rollen der Händler, die eben hier zu erfüllen Die führt dazu, dass du in Ökosystem-Service-Daten und Kundenzugang denken musst.

00:16:12: Und nicht mehr.

00:16:13: nur.

00:16:15: wenn ich das versuche meiner marktnachfragemächtigen Einkaufsorganisation auf der gegenüberliegenden Seite klar zu machen dann schmeißen die mich raus.

00:16:23: Das können sie vielleicht noch ein zwei Jahre machen Aber bei denen steigt der wirtschaftliche Druck ja genauso weil die müssen sich genau dafür rechtfertigen wofür Sie eigentlich Konditionen wollen Ja

00:16:35: und Ich glaube in Zuge dieser zunehmenden Komoditisierung.

00:16:41: Also gerade da nochmal die größeren Beratungsunternehmen, die führen ja dazu dass das die Unternehmen in der Regel so ein bisschen gleicher werden.

00:16:47: aber jetzt ist es so wichtig für produzierende Unternehmen sich diese Komoditisierung zu entziehen und Maßnahmen zu ergreifen, die sie eben anders machen um aufzufallen beim Endkunden und sich vor allem... Und das ist glaube ich ganz entscheidend!

00:17:01: Das zieht sich bei dem durch was du sagst nicht leicht substituierbar machen.

00:17:07: Darum geht es sich, nicht leicht substitutierbar zu

00:17:09: machen.".

00:17:12: Wir haben für diese Folge jetzt hier zwanzig Minuten vorgenommen.

00:17:15: deshalb würde ich jetzt schauen dass wir auf Punkte kommen weil wir haben ja versprochen das der Geschäftsführer der hier zuhört Butter bei die Fische kriegt.

00:17:26: und deshalb Frage an dich Woran erkennt denn dieser Geschäftsführer oder Vertriebsverantwortliche?

00:17:36: dass er sich mit diesen unbequemen Fragen, die wir hier die ganze Zeit diskutieren beschäftigen sollte.

00:17:45: Es gibt zwei Punkte auf die ich hinweisen möchte.

00:17:47: Der erste Punkt ist man sollte aufhören nur operative Maßnahmen angehen zu wollen.

00:17:53: Man sollte aufhören Brandbekämpfung nur betreiben zu wollen sondern man muss sich klar werden das es eine Vermarktungsarchitektur gibt ne Vertriebssystematik und operative Massnahmen.

00:18:02: Und wenn Vertriebesarchitektor in Vertrieb systematik noch nicht Stimmig auf die Zukunft eingestellt sind, dann sind operative Maßnahmen nur Stückwerk.

00:18:14: Und damit kommen wir nämlich zu diesen Fragen, die Druck in der Magenrube ausüben können, die ich aber meinen Mandanten üblicherweise ganz gerne stelle um Ihnen klarzumachen dass es nicht darum geht das Sie ein Stück Papier kriegen mit dem sie den Markt rennen können sondern dass sie etwas brauchen was ihnen hilft.

00:18:30: und wenn man drei oder vier der folgenden Fragen nicht sicher beantworten kann Dann hat man den in der ersten Folge schon genannten Kittel-Burning Index von neun, also sichtbare Flammenbildung und starke Rauchentwicklung.

00:18:45: Und man sollte dann aktiv werden!

00:18:47: Diese Fragen könnten sein – Hat unsere Marke eine eigenständige ökonomische Funktion?

00:18:53: Oder können OEMs oder Handelsmarken uns ersetzen?

00:18:58: Wenn man mal die Handelsmarkensortimentsstruktur anguckt, dann sind das in der Regel die Schnelldrehaprodukte von irgendwelchen Markenherstellern.

00:19:05: Und die Markenhersteller sollen dann eben einerseits für die Schelldrehereigenmarken als Preisanker nach oben dienen und sollen für die Sortimentsabrundung dann die Pennerprodukte liefern, die nicht lukrativ sind.

00:19:20: Also können OEMs oder Handelsmarken uns ersetzen?

00:19:24: Kontrollieren wir unsere Distribution wirklich oder?

00:19:27: Dazu wollte ich ganz... Entschuldigung, nicht gretsch kurz rein.

00:19:30: Weil das will ich noch mal unterstreichen weil das haben wir in der letzten Folge falls du es nicht gehört hast also du als Zuhörer nicht gehört hattest in der Letzten Folge diskutiert welche Rolle OEMs spielen im Zusammenhang mit Joybuy.

00:19:41: Also wenn dir der Zusammenhang wenn Du den erschließen möchtest springen unbedingt in die Folge davor.

00:19:46: extrem wichtig

00:19:48: So.

00:19:49: Kontrollier'n wir unsre Distribution.

00:19:51: Wirklich viele meinen sie hätten irgendwas im Griff Aber eigentlich haben sie es nicht, weil Sie sich über Jahre nicht die Waffen und die Augenhöhe hergestellt haben.

00:20:01: Die man braucht um eben wirklich mit nachfragemächtigen Absatzmittlern wirksam verhandeln zu können.

00:20:09: Nächste Frage wissen wie wissen wir wer unsere digitale Sichtbarkeit kontrolliert?

00:20:14: Und wissen wir welche Punkte wir vornehmen können mit unseren eigenen uns zur Verfügung stehenden Mitteln Um hier eben steuernd einzugreifen?

00:20:24: Funktioniert unsere Kalkulationslogik unter vollständiger Markttransparenz?

00:20:28: In der Regel nicht, weil die Bezugskonditionssystematik auf rechnungsabzugsfähigen Rabatten fußt.

00:20:36: Dann kennen wir unseren wirklich wichtigen Vertriebspartner und deren Rolle in unserer Vertriebskette.

00:20:43: Kennen sie wenigsten!

00:20:45: Und dann vertreiben wir so wie unsere Endkunden beschaffen wollen Und das ist die Todesfrage.

00:20:50: Die meisten vertreiben so, wie sie schon seit zwanzig Jahren vertreibten aber nicht so, Dann sollte man mal genauer hinschauen, wenn man hierzu nicht so genau Bescheid weiß.

00:21:02: Und das sind die Vorfragen.

00:21:04: bei diesen Vorfragungen unterstützt sich die Mannschaft immer gerne eben wie gesagt aufgrund meiner Erfahrung, die ich jetzt seit vielen Jahren habe und das bringt sie dann wirklich weiter, wenn wir dann eben wissen was sollte man tun?

00:21:15: Wie darf man den kartellrechtlich zulässigen Rahmen hierzu maximal ausreizen?

00:21:20: Das ist eine der wesentlichen Punkte wobei ich unterstützen kann.

00:21:26: Und was sich durchzieht für die Unternehmen, es geht darum.

00:21:30: Steuerst du oder wirst du gesteuert?

00:21:32: Wenn jetzt im Zeitalter von KI gilt das Gleiche, nutzt du das als deinen Sklaven- oder bist du der Sklave dieser KI?

00:21:41: und hier geht's auch in dem Unternehmen ganz genauso in dem sich schnell bewegenden Markt.

00:21:46: steuerst du oder wirdest du gesteuert?

00:21:48: Das Ruder zu kriegen dafür sind genau die Fragen denke ich.

00:21:53: Wir sind schon am Ende Markus.

00:21:55: Hast du einen Abschlusssatz?

00:21:57: Möchtest du noch was da lassen.

00:21:58: Ja, gerne!

00:21:59: Also vorbereiten.

00:22:02: für die nächsten Podcast kann ich sagen viele Unternehmen diskutieren aktuell über Preise und wie böse der Onlinehandel ist.

00:22:09: Die eigentliche Managementfrage lautet aber welche ökonomische Funktion erfüllen wir in unserem Markt eigentlich überhaupt noch?

00:22:17: Und wenn diese Frage nicht klar beantwortet werden kann sollte man nicht bei Amazon oder Joybuyer oder der Bösen Einkaufskooperation anfangen sondern bei der eigenen Vermarktungsarchitektur.

00:22:30: Was braucht es und wie darf man's maximal kartellrechtlich ausnutzen?

00:22:34: Das sind die Fragen, die jetzt gestellt werden sollten.

00:22:39: Danke schön!

00:22:40: Die Folge ist extrem kurz und kompakt und richtig auf den Punkt.

00:22:47: Markus danke dass du dir die Zeit nochmal genommen hast.

00:22:49: Ich möchte dich hiermit zur nächsten Folge einladen, weil ich merke wir haben auch im Vorgespräch gemerkt das wir viel zu besprechen hätten und wir werden uns sicherlich in den nächsten Wochen dann noch mal wieder hören und du als Hörer wirst sehr wahrscheinlich Markus ja auch nochmal wieder hören dürfen oder wenn es mich das vorweg nehmen darf?

00:23:10: Ja klar!

00:23:11: Ich bin gerne für dich und deine Hörerin da

00:23:16: Und dann ja, wünsche ich dir jetzt eine angenehme Restwoche.

00:23:24: Falls du es noch nicht gemacht hast, abonniere den Podcast um mehr... Ja, das ist... Du willst nicht dem Wettbewerbsschirm, aber vielleicht willst du Gleichgesenden helfen auch diese Erkenntnisse zu erlangen.

00:23:38: und wenn dir das gefällt und du erinnert werden möchtest, dann abonnier unbedingt diesen Podcast!

00:23:43: Und ich wünsche dir dann bis zur nächsten Folge wieder maximale Wirksamkeit und viel Erfolg für Ihren Unternehmen.

00:23:49: Mach's gut, danke fürs Zuhören!

00:23:51: Ciao.

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