#68 KI in der Kaufentscheidung – warum wir Vertrieb schnell neu denken müssen
Shownotes
KI entscheidet mit, bevor dein Kunde überhaupt sucht.
Viele Markenhersteller haben gerade erst gelernt, drei Instanzen zufriedenzustellen: den Endkunden, den Händler und die Algorithmen der Plattformen.
Jetzt kommt eine vierte dazu. Der Kunde beschreibt der KI sein Problem, und die KI sortiert vor, welche Produkte er überhaupt noch zu sehen bekommt.
Ich war lange der Meinung, dass das nicht so dramatisch wird. Nach diesem Gespräch bin ich mir da nicht mehr sicher.
In dieser Folge spreche ich wieder mit Markus Nessler. Er hat in 26 Jahren als Anwalt mehr als 75 selektive Vertriebssysteme umgesetzt – und widerspricht mir, wenn er anderer Meinung ist.
Wir sprechen darüber:
✅ warum KI-Relevanz zu einer neuen Form von Distributionsfähigkeit wird
✅ wie die KI Bedarf interpretiert und Auswahl reduziert, bevor der Kunde deine Website sieht
✅ was das für den stationären Handel bedeutet und warum Beratung künftig anders vergütet werden muss
✅ weshalb Wertschaffung und Wertschöpfung auseinanderdriften
✅ warum der Online-Streetpreis zum Indexpreis für den Laden geworden ist
✅ welche Fragen du jetzt klären musst: Endkunde, Kundenschnittstellen, Customer Journey und Product Journey
✅ warum selektiver Vertrieb künftig vor allem eine Frage der Ressourcenverteilung ist
✅ weshalb dein Konditionssystem mitentscheidet, wie aggressiv deine Händler mit dem Preis umgehen
Mein Fazit
👉 Wer der KI keine saubere Datengrundlage liefert, wird aussortiert, bevor der Kunde entscheidet.
💡 Der Markt ist nicht böse, er ist hart. Wer eine klare Vertriebsarchitektur hat, hat die besseren Antworten.
Eine Folge für alle, die ihre Vertriebsstrategie gerade zwischen KI, Plattformen und stationärem Handel neu sortieren.
🎟️ Markus ist am 11. und 12. November bei den Vendor Strategietagen in Solingen dabei: mit einem Vortrag zu vertikalen Vertriebssystemen und einem Troubleshooting-Tisch, an dem du ihm deine Fragen direkt stellen kannst.
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👤 Mein Gast Markus Nessler:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Die KI sucht nicht nur, sie interpretiert Bedarf und reduziert dadurch Auswahl.
00:00:07: Und wenn jetzt mein Produkt in diesem Prozess nicht vorkommt oder die KI nicht versteht wofür es steht, mein Produkt habe ich als Hersteller möglicherweise schon verloren bevor der Kunde überhaupt auf meiner Webseite mal war.
00:00:24: Wenn ich einem Wenn ich einem Händler über mein Bezugskonditionssystem Waffen und Munition in die Hand gebe, darf ich mich nicht darüber wundern dass der damit Krieg führt gegen alle anderen.
00:00:35: Wurde ich vielleicht als Hersteller im Vorfeld schon aussortiert oder berät vielleicht sogar die KI aktiv weg von meinem Produkt weil ein anderer vielleicht mehr Kohle bezahlt?
00:00:45: Das ist weil du mich nicht ausreden lässt!
00:00:47: Aber das möchte ich so bitte nicht stehen lassen.
00:00:56: Herzlich Willkommen zu Handelsrouten, zwei Punkt Null dem E-Commerce Podcast für Markenersteller und Amazon Ventura.
00:01:09: Diese Woche mit der Folge KI in der Kaufentscheidung Warum wir Vertrieb schnell
00:01:14: neu
00:01:15: denken müssen Mit meinem Gast Stammgast Rechtsanwalt Und MBA Markus Nestler.
00:01:23: Hallo Markus schön dass du da bist.
00:01:26: Hallo Frank Vielen Dank dass ich da sein darf.
00:01:30: Ja, ich glaube.
00:01:31: Ich muss sich nicht mehr den Hörer an den Stammhörern nicht mehr vorstellen aber für die Neuder sind.
00:01:38: Markus Nessler ist rechts am Wald und MBA und hat in den letzten Wie ist es genau?
00:01:43: Ich glaub mehr als fünfundsebzig Vertriebssysteme in den Letzten zwanzig Jahren eingeführt bei Markenherstellern in den verschiedensten Branchen Und Ist hier stammgas weil ich seine Einschätzung zur aktuellen Lage des Geschehens, seinen Schafsinn und ja die Fähigkeit in komplexe Situation zu begreifen worauf es gerade ankommt.
00:02:11: Sehr schätze!
00:02:13: Und wir haben jetzt hier im Vorspann ja diskutiert über das Thema die Rolle von KI in der Kaufentscheidung und da war ich der Meinung ach... Das weißt du vielleicht auch noch als Hörer ... des Podcasts, dass ich der Meinung war ja das wird schon nicht so dramatisch werden KI und Kaufentscheidung.
00:02:36: Ich weiß nicht aber nach dem Vorgespräch... ...und den Entwicklungen der letzten Wochen bin ich da auch nicht mehr ganz sicher.
00:02:45: Deshalb direkt die erste Frage an dich Markus Die Nutzung von KI.
00:02:54: Wie relevant ist KI für die Kaufentschaltung mittlerweile?
00:02:59: bei Konsumenten?
00:03:00: Zunächst mal fragen.
00:03:01: Vielen Dank für die Gelegenheit, dass ich hier sein darf.
00:03:04: Also ich möchte mal nur klarstellen, ich bin jetzt seit sechsundzwanzig Jahren als Anwalt tätig und habe über seventy-selektive Vertriebssysteme um und durchgesetzt Und KI ist etwas was meine Mandanten im Moment sehr, sehr hart umtreibt.
00:03:23: Und zwar sind die meisten ja schon sehr damit gefordert, dass sie mit ihrer Vollzeitkraft, mit ihrer Teilzeitkraft und ihrem Azubi, mit dem Sie gegen die großen Online-Shops anstinken wollen im eCommerce-Sekbohr.
00:03:38: Sind Sie schon maximal geforderd?
00:03:39: Und jetzt kommt auch noch einmal KI daher und verändert die Anforderungen nochmal weiter.
00:03:46: Warum?
00:03:47: Weil man ja schon die Frage stellen kann was denn passiert bevor der Kunde auswählt in Prozess in einem elektronisch gesteuerten Prozess.
00:03:57: Wurde eventuell vielleicht für ihn bereits schon vorher ausgewählt und wer entscheidet denn zu welchem Zeitpunkt der Endkunde mitkriegt was überhaupt verfügbar ist, was sichtbar ist ,was für ihn relevant sein könnte wie ausgewählt wurde was für ihn relevant sein könnte und wie er dann selber auswählt und wann und bei wem oder über welchen Kanal der dann tatsächlich kauft?
00:04:25: Diese ganzen Punkte verändern sich nach meiner Einschätzung durch den Einsatz von KI-Agenten noch mal signifikant.
00:04:33: Und das übrigens stellt für mich dann auch die Frage, wie Hersteller zukünftig über ihren Einsatz von Ressourcen neu zu entscheiden haben?
00:04:44: Ja also als plastisches Beispiel um das nochmal deine Einschätzungen... ist, dass KI relevant wird in diesem Kaufprozess auch bei der Vorauswahl.
00:04:57: Dass die Agenten relevant werden.
00:05:00: Du glaubst das in Zukunft wenn ich jetzt mir eine neue Ski-Ausrüstung kaufe, dass ich dann nicht zu Emerson oder ins Sportgeschäft gehe sondern dass sich das mit direkt aus der KI machen werde?
00:05:17: Oder welche Rolle wird es haben Weil ich bin noch nicht ganz dabei, dass sich der KI die ja auf Basis von Daten diese irgendwo im Internet zusammengrabbelt vertrauen würde.
00:05:33: Dass sie auch wirklich genau weiß was für mich jetzt ob das wirklich auch gut ist oder ob sie denn nicht irgendwas zusammensucht wo Was mich vielleicht gar nicht trifft.
00:05:44: also glaubst du auch dass der checkout Frage relevant und dann auch, dass soweit gehen könnte vielleicht das der Checkout in diesen KI Suchmaschinen relevant werden könnte.
00:05:57: So bevor ich dich über mein eigenes Kauf- und Beschaffungsverhalten informiere möchte ich vielleicht nochmal kurz einen Schritt weitergehen weil ein Hersteller muss nicht nur für eine KI relevant sein sondern er muss in einer Welt relevant bleiben in der KI zu nehmen, darüber entscheidet welche Produkte einen Kunde überhaupt noch zu sehen bekommt.
00:06:25: Und früher musste den Hersteller zunächst ins Regal eines Händlers reinkommen eine stationären Händler und da war breite Distribution war das A&O.
00:06:36: dann hat man dem Händlertes Lager voll geknallt und hat dann gesagt so und in dreißig Tagen musste Zahlen und deswegen hat er dann Druck gemacht und hat die Produkte verkauft.
00:06:47: Dann musste man in erfolge bei google gefunden werden.
00:06:51: und jetzt entsteht eine weitere frage Nämlich ein kunde fragt nicht mehr zwingend wo finde ich produkt x sondern sagt Ich habe dieses oder jenes problem.
00:07:02: Und was soll ich kaufen?
00:07:03: und Dadurch dass sich die Die fragestellung, die der kunde In die suchleiste eintipp verändert gell dadurch verändert sich auch der Bedarf an Daten, der zu breiten Stellen ist durch den Hersteller.
00:07:25: Und genau das ist der Unterschied.
00:07:26: die KI sucht nicht nur sie interpretiert Bedarf und reduziert dadurch Auswahl.
00:07:33: Wenn jetzt mein Produkt in diesem Prozess nicht vorkommt oder die KI nicht versteht wofür es steht mein Produkt habe ich als Herstellermöglicherweise schon verloren bevor der Kunde überhaupt auf meiner Webseite mal war, wobei die meisten Hersteller-Webseiten auch gottenschlecht sind.
00:07:52: Machen wir uns nichts vor.
00:07:53: Viel zu viel Text, viel zu viele Detailinformationen und viel zu wenig Führung oder bei einem Händler angekommen ist.
00:08:00: Und deshalb wird KI Relevanz aus meiner Sicht zu einer neuen Form von Distributionsfähigkeit eines Herstellers.
00:08:12: Okay dann ... Zu deinem privaten Nutzungs-, Einkaufsverhalten!
00:08:22: Das würde mich jetzt auch interessieren.
00:08:24: Ja
00:08:25: genau, wir hatten es vorher kurz angesprochen.
00:08:28: ich war auf der Suche nach einer Siebträger Kaffeemaschine habe mir dann eben verschiedene Modelle in allen Preislagen angeguckt und je mehr ich mich informiert hab desto klarer war mir also das muss ein super super Gerät sein.
00:08:43: Dann habe ich einen Händler gefunden der so B-Ware günstig verkauft.
00:08:49: Ich habe So ein Produkt gekauft, meine Frau hat sich es angeguckt und hat gesagt nein.
00:08:56: Das ist zu groß und zu viel Reinigungsaufwand und überhaupt wir haben sie wieder zurück geschickt und am Ende des Tages sind jetzt bei einer Bialette rausgekommen.
00:09:06: Aber das hatte ich gar nicht gesagt die hatte ich zu diesem großen Ding geführt.
00:09:11: Ja, das stimmt.
00:09:12: Und meine Frau hat mich dann direkt wieder auf den Pfadertuben zurückgeführt.
00:09:16: Also sozusagen das Kontrollinstrument und ich muss sagen die hat vollkommen recht weil das Produkt dass wir jetzt haben ist in der Lage einen hervorragenden Kaffee zuzubereiten sie kostet einem Bruchteil und es sehr einfach zu reinigen.
00:09:33: Es gibt tatsächlich viele Punkte.
00:09:35: aber auf diese ... den ursprünglichen Kauf und das ursprungliche Produkt wäre ich nie gekommen, hätte ich nicht vorher meine anspruchsvollen Bedarfe erst mal in einem Masterprom zusammengefasst... ...und dann mich direkt zu diesen Produkten halt hinführen lassen.
00:09:50: Ja ja ich glaube auch also als du es beschrieben hast wurde mir das auch klar.
00:09:54: Also ich habe auch in der Falle also ich such jetzt auch so gerade wenn die Anschaffung höher ist Und wenn es komplex ist, dann frage ich tatsächlich auch die KI.
00:10:04: Das stimmt und damit würde ich da auch einen Haken dran machen.
00:10:08: also KI-Relevanz ist für Hersteller eine Disziplin das muss man jetzt hier abhaken.
00:10:17: Das müssen wir mitnehmen.
00:10:18: und so wie du es beschreibst wird die Relevanz dann Endkundenfokus zu haben dem Entkunden das Produkt zu erklären zu können Da gut aufgestellt zu sein mit den Informationen, das wird exponentiell wichtiger als es ohnehin schon ist.
00:10:41: So da bin ich dann auch.
00:10:44: Frank ein Punkt der beim Onlinehandel immer unterschätzt wird ist das reduzierte Risiko.
00:10:51: jetzt stell dir mal vor du gehst in ein stationäres Laden lokal rein kaufs das Produkt kommst nach Hause und stellts fest es passt doch nicht so gut.
00:10:59: dann hast du es gekauft.
00:11:01: Im Onlinehandel kannst du das immer zurückschicken und wenn es mehr als fünf Kilo wiegt, musst du's auch nicht heimtragen.
00:11:07: Weißt Du?
00:11:08: Das sind ja alles Punkte!
00:11:09: Versuch mal... Du weißt ich wohne im Allgäu und mit meiner Frau, wenn wir ab und zu nach München fahren oder in eine andere Stadt in der Region, dann fahren wir dort meistens mit dem Zug hin weil es ist schon ätzend in die Innenstadt reinzufahren und dann dort ein Parkplatz zu finden.
00:11:27: dann ist man auf diesem Parkhaus und trotzdem noch relativ weit weg von den Ladenlokalen.
00:11:31: Das heißt, alles was man kauft muss man erst mal durch die Gegend tragen Und da habe ich keine Lust dazu.
00:11:38: ganz ehrlich das bedeutet Ich gehe gerne in ein stationäres Laden lokal reinschauen mir die Sachen an und bestell dann die Produkte aber im Zweifel vor allem wenn sie teurer sind online.
00:11:47: und damit kommen wir übrigens zu einer weiteren Frage Die du vielleicht noch auf dem Schirm hast oder auch nicht?
00:11:55: Was bedeutet das eigentlich für ein stationären Handel?
00:11:58: Diese Entwicklung.
00:12:02: Definitiv, also das war ja vorher schon so.
00:12:04: Das ist ja vorher die Frage mit dem... Ich habe eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben zum Thema Auswirkung der wachsenden Marktmacht von Amazon auf die Vertriebsstrukturen von Markenherstellern und jetzt kommt KI dazu und wir haben jetzt auch so ein bisschen Ergebnis, so zehn Jahre nachdem das angefangen wurde zu diskutieren.
00:12:27: Wir sehen wie Innenstädte jetzt aussehen und wie der Kundenzugang, der Aspekt Kundenzugang für Hersteller in den Innenstätten aussieht.
00:12:36: Der ist nicht mehr so, wie er das vor zwanzig Jahren war.
00:12:39: da gibt es ja kein Spielzeuggeschäft mehr und kein was hat man alles in der Stadt gekauft.
00:12:47: Optikerspielzeuggeschäfte Drogerie gibt es noch, diese Kaufhäuser.
00:12:55: Also alles was ich so in Kaufhäusern gekauft habe im Mittelgroßen Städten das ist ja ein Stück weit nicht mehr schreibt waren ist ja nicht mehr da dafür geht man nicht mehr in die Stadt.
00:13:03: das heißt der Kundenzugang ist für den Hersteller dann nicht da.
00:13:06: und dann wie du das auch immer sagst eine breite Distribution ist nicht vertrieb für einen Hersteler weil Was soll ich das an jemanden verkaufen, der gar keinen Kundenzugang hat?
00:13:18: Der Kundenzugang ist zu Amazon und vor allem auch zu Google gewechselt mit dem Smartphone wo jeder seine Informationen gesucht hat.
00:13:28: Und ich konnte in der Arbeit damals feststellen dass ich keine Antwort hatte darauf wenn mich jemand aus dem Handel fragte was sollen wir denn jetzt machen dass ich darauf eine gescheite Antwort hätte.
00:13:43: Und jetzt ist die Frage, wenn jetzt KI noch dazukommt was sagst du?
00:13:47: Also was bedeutet dann die Entwicklung, wenn das jetzt nochmal an Radikalität zunehmen wird?
00:13:54: Was bedeutet das für den stationären Handel?
00:14:01: Ich glaube man muss mal unterscheiden verschiedene Punkte denn im Prinzip sind es keine Widersprüche sondern es sind nur neu zu orchestrierende Realitäten.
00:14:13: Also, wenn du dir mal anguckst was war früher.
00:14:17: Früher war so da hat der Händler Ware eingekauft und die Differenz zwischen seinem Netto-Neto Bezugspreis und seinem Verkaufspreis das war seine Marge.
00:14:28: Und von dieser Marge sollte er sein Laden lokal seine Mitarbeiter seine Warenpräsentationen seine Sortiments Kompetenz Seinen Lager verfügbarkeit sollte alles bezahlen können.
00:14:40: und es ging auch So lange ganz gut, wie die Margen das hergegeben haben.
00:14:46: Aber wir haben jetzt eben durch den Onlinehandel einen ubiquitären Preis- und Wettbewerbsdruck.
00:14:52: Das ist mal der eine Punkt!
00:14:54: Und der zweite Punkt ist dass die Händler deswegen vielleicht eine tolle Warenpräsentation haben präsentieren und beraten Und der Endkunde dann aber im Laden lokal entscheidet, okay das kostet hundert Euro.
00:15:07: Das Produkt sei es ein Parfüm, sei es Wasserkocher, sei ist irgendwas.
00:15:11: und wenn ich online kaufe kriegst, zwanzig Prozent günstiger, da sind bei Hundert Euro, Zwanzig Euro die Spare.
00:15:17: dafür kann ich in den Kaffee gehen und einen Kaffe trinken und ein Stück Kuchen essen.
00:15:23: Womit man auch sieht was zwischenseitigen Kaffees und Kuchen in einem Kaffekostet.
00:15:27: Aber... Der Punkt ist Ich habe keinen Nachteil davon daraus, dass ich es online kaufe.
00:15:37: Es sei denn ... ich kriege es ein bisschen später.
00:15:41: Wenn ich es also nicht unmittelbar brauche, spielt das für mich überhaupt gar keine Rolle ob jetzt im Laden kauf oder später.
00:15:46: und das heißt für mich, dass die stationären Ladenlokale deswegen über ihr Geschäftsmodell grundsätzlich nachdenken müssen und die Leistungen waren Präsentationen Beratung unter Umständen von den Herstellern, denen das wichtig ist, separat zu vergüten sind.
00:16:06: Das heißt es kann nicht mehr nur über einen Nachlass beim Bezug der Ware abgegolten werden sondern es muss hier andere Vergütungssituationen geben weil dem Entkunden dem ist es vollkommen egal wo er kauft.
00:16:19: Er kauft dort was am einfachsten, am günstigsten oder am schnellsten kriegt und je nachdem welche Priorität er gerade setzt.
00:16:27: Und derjenige, der den Wirtschaft, der die Kaufbereitschaft schafft, muss dann aber nicht derjenig sein, der am Ende das Geschäft macht und dieses Auseinanderdriften zwischen Wertschaffung und Wertschöpfung.
00:16:46: Das sind die eigentlichen Herausforderungen, die in Vertriebssysteme heutzutage aufscheinen.
00:16:54: Und weil du gerade Spielwaren angesprochen hast... Ich war jetzt neulich mal informativ in dieser neu boomenden Non-Foot Discounter-Kette Action heißen sie.
00:17:11: Da hat bei mir in der Gegend auch einer aufgemacht und bin da mal reingegangen.
00:17:16: Diese Läden sind so wie sie halt sind.
00:17:19: Auf jeden Fall nicht mit einem Fachhändler zu vergleichen, aber was findest du dort?
00:17:24: Von relevantem Spielwaren, Herstellern, Markenprodukte die für den Fachhandel große Relevanz haben.
00:17:33: und jetzt kann man einfach halt mit einer abgesägten Schrotflinte dem Fachhandeln in den Rücken schießen gelb und kann dann eben diese Cash-Cause auch über solche Absatzkanäle vermarkten.
00:17:48: Das ist okay, aber dann soll man bitte als Hersteller nicht darüber rumjammern dass die Vertriebswelt hart ist.
00:17:55: Ja das ist einfach für mich planlos strategielos und damit kommt dann eben das raus im Vertrieb was man nicht haben möchte.
00:18:08: Man erntet dann was man gesehen hat
00:18:12: ja es interessant.
00:18:13: also Du hast eben auch noch den Unterschied... Kannst du nochmal einen Unterschied, den du siehst zwischen Wertschaffen und Wertschöpfen in dem Kontext erklären?
00:18:24: Ja.
00:18:25: Soll ich?
00:18:26: Ja bitte!
00:18:29: Also wer den Wirtschaft ist nicht zwingend derjenige, der daran verdient oder dann auch den nächsten folgenden Kundenbedarf deckt.
00:18:37: also das heißt wenn ich als Kunde weiß was ich will oder was Zum Beispiel ein kosmetisches Produkt, zum Beispiel irgendetwas ein Verbrauchsmaterial oder irgendwas.
00:18:49: Dann weiß ich genau, ich brauche Typ XY.
00:18:57: Und dann gehe ich eben abends auf dem Sofa sitzenerweise ins Internet und tippe es mal ein und schaue wo ich das her kriege.
00:19:07: Wenn ich das über die normalen Bestellsysteme bestelle Wege mit normalen Bezahl-Service durchführen, dann ist das kommerzielle Risiko, dass ich als Verbrauchertrage relativ gering dabei.
00:19:21: Das darf man einfach nicht vergessen und deswegen wenn ich mal in den Berater spreche wechseln darf gibt es halt einen Unterschied zwischen Value Creation, Value Capture, Data Learning und Control.
00:19:34: Das sind jeweils immer unterschiedliche Punkte Die Funktion, wer erbringt die relevante Leistung und Cost-and-Value.
00:19:43: Wer investiert?
00:19:43: Und wo entsteht der tatsächliche Wert?
00:19:46: Capture – wer verdient an dem geschaffenen Wert tatsächlich?
00:19:49: Data and Learning – wer hält die Daten und lernt daraus?
00:19:52: Also wo wächst das Datenknowhow an?
00:19:55: Und dann Control – wer gewinnt dadurch Einfluss auf den nächsten Kauf?
00:20:00: Das sind in diesem Zusammenhang lauter neue relevante Punkte, auf die man zu schauen hat.
00:20:07: Und wenn es einen zentralen Ort gibt, wo das jetzt zukünftig stattfindet dann war das früher vielleicht Amazon die Suchleiste und heute ist es vielleicht JetGPT oder Google die Suchleiste.
00:20:22: Diese Summe aus einzelnen Anfragen, die dann eben letztendlich ein auf Postlite-Zahlgebiet ableitbares Bild ermöglicht Das ist ja tatsächlich die Macht der Zukunft und die Power der Zukunft.
00:20:36: Ja, okay.
00:20:38: Spannend!
00:20:42: Ich kenne kaum Unternehmen die sich in ihrer Strategie diese Wertschöpfungskette in der Form angucken und ich glaube dass genau das jetzt sehr wichtig ist.
00:21:00: was du gerade zu Action gesagt hast so bewertet oder für die Hersteller, dass sie selbst schuld sind.
00:21:08: Wenn ihre Ware preislich oder negative Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Marke und der Ware haben könnte?
00:21:22: Also ich möchte es da gerade nochmal... Ob du diese konkrete Discounter-Kette jetzt nehmst oder irgendeine andere, das ist egal.
00:21:34: Ich möchte aber insbesondere diese Kette nicht schlecht machen und dass die dort zu besonders günstigen Preisen anbieten hat auch Vorteile.
00:21:43: Man macht damit Menge als Hersteller – das ist alles klar!
00:21:47: Aber wenn man sich eigentlich als eine Fachhandelsmarke sieht denn will, dass der eigene Fachhandel weiterhin die notwendigen Erträge erwirtschaften kann um sein Geschäftsbetrieb zu decken.
00:22:05: Dann sollte man sich als Hersteller eben gut überlegen welche Absatzkanäle man aufschaltet.
00:22:10: und wenn man als Vertriebsverantwortlicher eines Herstellers eben einen solchen Absatzdruck bekommt das man sich dann in solche Lösungen flüchtet jetzt rein vermarktungs- und vertriebstrategisch einfach ein strukturelles architektonisches Problem.
00:22:30: Und das möchte ich damit sagen, also mir geht es nicht darum dass sich irgendwie auf Preise einwirken möchte oder dass ich bestimmte Vertriebskanäle schlecht machen möchte, darum geht es nichts.
00:22:40: aber Vertriebskanäle signalisieren einen Qualitätsniveau in der Vermarktung und sie stellen bestimmte Leistungen eben bereit oder auch nicht.
00:22:51: Und wenn ich hier zu sehr und so stark vermische und keine klare Struktur habe, was übrigens analog auch dann für den Onlinehandel gilt.
00:22:58: Für die verschiedenen Online-Formate, die es eben gibt... Dann hab' ich einige grundsätzliche Vertriebsentscheidungen nicht ordnungsgemäß gefällt.
00:23:11: Ja!
00:23:13: Ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus.
00:23:17: Ich wollte es schon auf Action raus und auf das System oder grundsätzlich ganz konkret auf Action, aber im anderen Sinne.
00:23:25: Und zwar ist glaube ich
00:23:28: die
00:23:29: Feststellung dass der günstigste Preis durch die Transparenz, die wir haben, durch die transparente, dass jeder auf dem Smartphone jeder Sekunde Preise sehen kann weltweit, den günstigen Preis zu haben zu mehr oder weniger einem Hygiene Faktor geworden?
00:23:46: Das heißt, wenn ich jetzt auch stationär verkaufen möchte muss ich das schaffen indem ich bei vergleichbaren Produkten den günstigsten Preis habe.
00:23:53: Und Amazon hat das mitgetrieben mit seiner Idee davon immer dem günstigen Preis zu folgen und in dem Sinne ist durchaus Action für mich ein Konzept was das berücksichtigt und deshalb auch definitiv.
00:24:10: da hat es eine Zukunftsfähigkeit.
00:24:11: Da muss man glaube gar nicht darüber diskutieren dass das wächst ja ohne Ende.
00:24:15: Aber der entscheidende Aspekt ist, dass man ganz klar sagt, der günstigste Preis ist hier gegeben.
00:24:20: Und ein anderes Konzept was auch da ein gutes Beispiel ist das es dann funktioniert.
00:24:25: Nur mal muss es halt ist leichter gesagt als getan.
00:24:28: oder wenn man's schafft, dass dieser französische Sportartikel Kette ich komme jetzt gar nicht auf den Namen gerade
00:24:35: Dekathlon meinst
00:24:36: du?
00:24:38: immer günstigster Preis, halbwegs ordentliche Produkte und Eigenmarke.
00:24:43: Das heißt Handel!
00:24:45: Und Hersteller ist hier in eine Person übergegangen dazu groß aufgezogen funktioniert auch macht es aber dann schwer daneben zu diversifizieren.
00:24:57: also man muss mit dem günstigen Preis mitgehen wenn man da irgendwo antreten will.
00:25:00: also deshalb sind die Sportgeschäfte nicht mehr in der Innenstadt.
00:25:05: das glaube ich ganz entscheidend.
00:25:09: Also bitte.
00:25:11: Ich wollte jetzt darüber dann zu den Herstellern kommen, was heißt das für Hersteller?
00:25:18: Also zunächst mal finde ich es aus meiner persönlichen Warte hoch problematisch wenn man unterschiedliche Vertriebskanäle miteinander vergleicht.
00:25:26: Jetzt mal rein selektiv vertraglich oder selektivertrieblich.
00:25:31: ist es wichtig dass man die mit gleichlangen Spießen die Leute antreten lässt?
00:25:40: Ja, so das ist mal der eine Punkt.
00:25:44: Das nennt sich dann im Kartellrecht ein Level-Playing-Field schaffen.
00:25:49: und wenn am Ende des Tages der Preis immer das wichtigste Argument ist, dann würden qualitätsorientierte Vermarktungskonzepte immer den Kürzeren ziehen weil derjenige der weniger Aufwand betreibt kann schlicht und ergreifend günstiger anbieten sich durchsetzen im Markt.
00:26:12: Und das kann aber nicht Sinn und Zweck sein, und es ist auch nicht Aufgabe des Wettbewerbsrechts hier dafür zu sorgen dass es überall immer nur die günstigsten Preise gibt sondern es ist Aufgabe des wettbeWERBSRECHTS dafür zu Sorgen dass ein lauterer und fairer Wettbetrieb stattfinden kann.
00:26:29: Das ist ein Unterschied.
00:26:31: Ja, das ist ein unterschied.
00:26:33: Dieser Unterschied setzt aber voraus eine entsprechende Vertriebsarchitektur haben, eine bestimmte Vertriebssystematik haben und dann eben auch bestimmte operative Maßnahmen daraus ableiten die letztendlich sich am kartellrechtlichen Leitbild orientieren wie es eben zum Beispiel in den Leitlinien der Vertikal-GVO dargestellt ist.
00:26:58: Und damit's ein bisschen greifbarer ist gibt es Fußballregeln.
00:27:03: da steht drin man darf nicht dreht man darf Aber man darf Tore schießen wollen.
00:27:10: und in dem kartellrechtlichen Kontext heißt es, man darf keine Preise vorgeben.
00:27:16: Man darf keine Werbepreise vor geben.
00:27:18: Man kann keinen Druck ausüben
00:27:19: usw.,
00:27:21: aber man darf natürlich Gewinnerzielungsabsicht haben.
00:27:24: Und dieses Missverständnis was das heisst dass man auf der einen Seite bestimmte Maßnahmen darf Auf der anderen Seite bestimmten Maßnahmen nicht Und zwar absolut nicht.
00:27:38: Im kartellrechtlichen Sinne, das muss man für sich klar kriegen.
00:27:42: und einer der Punkte, die da eben dann wichtig ist, ist die Frage ob ich zum Beispiel wenn ich Wert darauf lege dass in einem qualitativ hochwertigen Fachhandelsumfeld vermarktet werde?
00:27:55: Ob ich eine Discounterschiene bedienen oder nicht?
00:27:58: Das ist eine grundsätzliche Frage.
00:28:02: Glockenglas klar zulässig, dass ich entscheide in welchen Kanälen ich vertreten sein möchte oder auch nicht.
00:28:08: Aber die Vertriebsentscheidenden entscheiden sich ja genau dafür.
00:28:12: Ja so und Ich möchte aber noch mal zurückkommen auf die Frage Was das nochmal für diesen stationären Handel bedeutet wenn sich die Leute digitale informieren und stationär kaufen oder eben nicht kaufen Dann sind es keine Grundsätze da sind ein oder keine Widersprüche das sind einfach Realitäten.
00:28:34: Nehmen wir mal einen Beratungsintensivenkauf.
00:28:37: Der Kunde beschreibt einer KI sein Vorhaben, die KI hilft ihm seinen Bedarf zu konkretisieren, erklärt ihm dann die Unterschiede und reduziert vielleicht zehn Möglichkeiten auf drei.
00:28:52: Dann geht der Kunde in ein stationäres Ladenlokal, schaut sich das vielleicht nochmal an hat sich aber wahrscheinlich vorher schon über den Preis informiert.
00:29:00: Und wenn dann der Preisabstand zwischen dem Online- und Stationärbild zu groß ist, wird er, wenn seine Schwelle, seine Tolerantschwelle überschritten ist im Zweifel online kaufen.
00:29:12: Das sind eben Punkte.
00:29:15: Vorher war in Prinzip nur das Thema Onlinepreis versus Stationärpreis finde ich es oder finde nicht und jetzt kommt halt noch eine Ebene dazu.
00:29:28: Wurde ich vielleicht als Hersteller im Vorfeld schon aussortiert, weil meine Datengrundlage die ich den Agenten zur Verfügung stelle, den KI-Agenten unzureichend war werde ich schon vorher aussortieren oder berät vielleicht sogar die KI aktiv weg von meinem Produkt, weil ein anderer vielleicht mehr Kohle bezahlt.
00:29:45: das sind ja alles noch weitere Punkte die zukünftig auch noch kommen können und von daher verändern sich die Rahmenbedingungen, die meisten Hersteller und die meisten Händler betreiben aber noch Handelsmodelle aus dem letzten Jahrhundert.
00:30:01: Und das ist nach meinem Empfinden das große Problem!
00:30:07: Wir hatten beim letzten Mal schon angesprochen dass jetzt immer mehr chinesische Akteure auf den europäischen Markt insbesondere drängen über eigene Plattformen und immer öfter auch über eigene stationäre Handelsformate.
00:30:24: Und die setzen hier neu auf, und organisieren ihre Vertriebssysteme nach den neuen aktuell relevanten Standards.
00:30:35: Deren Produkte müssen nicht besser sein aber sie sind besser... Die Vermarktungsstrategien sind besser angepasst auf die aktuellen Gegebenheiten.
00:30:45: Das wird eine weitere große Herausforderung sein!
00:30:57: Wir halten fest, der stationäre Handel hat es gerade nicht leicht seine Wertschöpfung zu finden und es gibt einen Gefälle von Orten in denen Produkte distribuiert werden.
00:31:13: Und es ist Aufgabe und das Wichtige denn je für Markenhersteller darauf zu achten, an welchen Orten ihre Produkte künftig verkaufen.
00:31:23: Das sind wir aber bei KI.
00:31:24: und das ist spannend, dass du hast gesagt, dass das natürlich vor allem Beratungsintensive Produkte, dass der Agenda die noch mehr Arbeit vom Verkäufer wegnimmt Und dass dann der potenzielle Kunde, wenn er dann überhaupt nochmal in Ladengeschäfte geht schon bis an die Zähne nicht nur über Preise informiert ist sondern auch über die USPs dieses Produkt und der vergleichbaren Produkte.
00:31:48: Wenn er da mit dem Verkäufer spricht und das wahrscheinlich schon besser informiert als der Verkäufer selbst.
00:31:56: Für Hersteller jetzt noch mal.
00:31:57: dann konkret die Frage, die Vertriebsstrategien bei den Herstellern liegen... Das können wir, glaube ich so benennen.
00:32:05: Die fußen ja auf der Annahme, die dienen sich an den stationären Handel und fußen auf der Annahme dass der stationäre Handel vital und wachsend ist.
00:32:15: Jetzt ist das aber nicht so!
00:32:17: Und dann ist jetzt die Frage für einen Hersteller wie kann ich mich verhalten wenn dieses neue Thema KI-Agenden und Shoppingverhalten über KI aufkommt?
00:32:28: Was kann ich denn
00:32:29: tun?!
00:32:32: Welche Maßnahmen?
00:32:32: Was meinst du, kann man ergreifen als Hersteller um hier relevant zu bleiben.
00:32:37: Also für mich ist der erste Punkt die Frage wer ist mein Endkunde?
00:32:46: ja und ich erlebe ganz oft dass sich die Vertriebe irgendwelche Personas definieren, die sie sich irgendwie ausdenken.
00:32:56: und wenn man dann mal mit relevanten Hindern spricht stellt man fest das die Personas Vertriebsabteilungen und Marketing-Abteilung der Hersteller sich ausgedacht haben, oftmals nicht übereinstimmen mit der Handelsrealität.
00:33:11: Das ist mein erster Punkt.
00:33:12: Der zweite Punkt ist welche Kundenschnittstellen nehmen diese Endkunden in Anspruch?
00:33:21: Sind es KI, sind es Amazon Suchleiste, ist es Google, ist das stationäre Fachhandel, Die Bank neben der Schaukel auf dem Kinderspielplatz, also du verstehst was ich meine.
00:33:39: Das ist schwierig das herauszufinden oder dass das ein weiterer wichtiger Punkt.
00:33:45: und was ich jetzt eben wahrnehme ist, dass die meisten Hersteller-Vertrebe schon noch den stationären Handel brauchen weil sie einfach die Menge brauchen, die der stationäre Handel abnimmt, dass das Wachstum aber tatsächlich eher online stattfindet Der online Street-Preis, letztendlich der so eine Art Indexpreis ist für den stationären Street-Preis.
00:34:12: Vor allem wenn es sich um höher preisige Produkte handelt dann hat letztendlichen jeder, der irgendwo rein läuft in einen Ladenlokalen stationärisch ein Screenshot dabei und fragt machen sie den Preis auch.
00:34:24: Und das bedeutet dass die Hersteller nicht wissen, was tatsächlich jetzt auf sie zukommt wie Sie sich wirklich aufstellen sollen und dadurch immer unsicherer werden.
00:34:40: Wenn man auf dem Surfbrett oder auf dem Sub oder auf einem Snowboard oder so wenn man da wackelig draufsteht dann oder verkampft rauf steht dann ist eigentlich der Knochenbruch schon fast programmiert.
00:34:53: und deswegen wäre der Schritt den ich empfehle dass man Erst mal prüft, wer sind die Endkunden wirklich?
00:35:03: Was sind die Kundenschnittstellen?
00:35:06: Wie ist die Customer Journey wie ist die Product Journey und so weiter.
00:35:12: Und dass man dann sich wirklich mal mit Hand aufs Herz die Frage stellt was davon kann ich eigentlich wirklich selber mit meinen Mitteln beeinflussen?
00:35:22: und das man sich dann darauf fokussiert und das maximal penetriert.
00:35:28: Und dann kommt die nächste schwere Frage, wie werden Ressourcen eines Herstellers zukünftig allokiert?
00:35:38: Also selektiver Vertrieb heißt für mich zukünftig nicht mehr welcher Händler darf im System.
00:35:43: Sondern geht deutlich weiter zu der Frage welche Ressoursen stellen wir für Welche Sortimente welchen Händlern zur Verfügung?
00:35:52: das ist die Zukunft ... der selektiven Vertriebssysteme.
00:35:57: hierauf eine kluge Antwort zu finden.
00:36:00: Und dann eben auf dieser Basis dafür zu sorgen, dass man Teil der Kaufentscheidung wird und am Ende auch gekauft wird als Marke.
00:36:14: Und parallel dazu die Product Journey.
00:36:17: wie kommt das Produkt von deinem wahren Ausgang zum Endkunden an die Verwendungsstelle betriebsbereit?
00:36:25: Und dann eben noch die Spieler in der Vertriebskette.
00:36:31: Wie müssen sie finanziell, also durch entsprechende Honorierung ihres Wertbeitrags in der Vertreibskette honoriert werden?
00:36:44: Um dann überhaupt eine Leistung zu erbringen oder erbringen zu können.
00:36:50: Ja und das geht jetzt vorne raus!
00:36:54: Das beantwortet die Frage, wie kann ich gewinnen?
00:36:57: Und wir haben ja jetzt einen wesentlichen Teil in dem Gespräch auch rausgeleuchtet.
00:37:03: Welche Rolle Transparenz und Preisspielen.
00:37:07: daraus ergeben sich Hygiene Faktoren aus meiner Sicht, die auch in deiner Kernkompetenz liegen.
00:37:13: Deshalb kommst du zu den Wendorf-Strategietagen auf, die ich noch mal hinweisen will.
00:37:17: am elften und zwölften November hast dann ein Troubleshooting Tisch und hält den Vortrag, wo es vor allem um das Thema Vertriebsstrategie, zeitgemäße Vertriebstrategie geht.
00:37:36: Willst du's nochmal benennen?
00:37:38: Was heißt das wenn ich jetzt meinen Preis- und Konditionsgefüge nicht im Griff habe bei dieser Preistransparenz und dem Nutzen von KI?
00:37:47: Was heisst das für mein Unternehmen, die Struktur?
00:37:52: Wie sollte ich die aufstellen und worauf sollte ich da als allererstes achten?
00:37:57: Also das große Thema an der Geschichte ist, dass man innerhalb der EU auf die Abgabepreise seine Absatzmittler keinen Einfluss nehmen darf.
00:38:07: Ja so!
00:38:09: Das heißt wenn ich mein Produkt zu bestimmten Konditionen an einen Händler abgegeben habe kann er damit machen was er will.
00:38:21: Das ist die Ausgangsbasis und die eigentliche Herausforderung.
00:38:27: Die Frage, die sich stellt, ist ganz konkret und spitzformuliert.
00:38:34: Welche legalen Stellschrauben habe ich?
00:38:38: Es gibt eine Menge!
00:38:39: Welche legalen Stellschroben habe ich um den engagierten qualitativ hochwertig vermarktenden Hersteller vor Trittbrettfahrern zu schützen?
00:38:52: So.
00:38:53: Und der Punkt ist, es ist aufwendig Es erfordert viel Disziplin Man muss die Regeln gut beherrschen man muss die Spielräume, die sich zwischen den Leitplankenbilden kennen und beachten Und man braucht vor allem eine kluge Vermarktungsstrategie, die klug um- und durchgesetzt wird.
00:39:16: Was nicht geht ist dass man sagt keine Strategie ist auch ne Strategie Und ich schicke jetzt mal meinen Außendienst los und die sollen jeden rausschmeißen, der mehr als X Prozent Rabatt gibt.
00:39:27: Das ist keine Strategie und das wird auch nicht mehr funktionieren.
00:39:31: Das hat noch nie richtig funktioniert aber es ist lange Zeit gut gegangen.
00:39:36: irgendwie ja?
00:39:37: Das ist wie wenn man ohne TÜV Auto fährt.
00:39:39: Man darf's nicht und irgendwann wird man gefunden.
00:39:41: Und je engmaschiger die Prüfungsmechanismen sind desto wahrscheinlicher ist es dass man auflegt und sich immer weiter.
00:39:50: genau Das heißt Zusammenstoß mit dem Kartellamt, wenn man...
00:39:54: Genau.
00:39:55: Das heißt zusammenstoßen mit dem Kartellamt?
00:39:57: Das heißt erpressbar werden gegenüber Absatzmittlern und Vertriebspartnern?
00:40:02: Das heisst erpresbar werden gegen Übermitarbeitenden die im Streit gehen
00:40:06: usw.?
00:40:07: Das ist einfach.
00:40:08: ich kann nur empfehlen Man muss den aufwendigeren Weg hin.
00:40:13: als alter Spider-Man Fan weiß Ich es gibt den richtigen Weg und den Einfachen.
00:40:19: und der, wer jetzt die Zukunft im Vertrieb überleben und gestalten möchte als Markenvertrieb.
00:40:27: Der muss sich hierzu ganz konkrete klare und gute Gedanken machen.
00:40:33: Und er braucht – und das ist eben auch wichtig – einen Team oder auch ein Berater von Anfang an als Lösung, als Ganzes denkt.
00:40:51: Der die Marktmechanik kennt, der die wirtschaftlichen Ziele kennt, weiß wie Vertriebssysteme gestaltet werden können, weiß was wachbar ist und auch weiß, wie Recht- und Umsetzung und Durchsetzung gehen.
00:41:04: Und dann hat man am Ende ein Bild das heißt wirtschaftliche Zielsetzungen, Markt-Mechanik, Gestaltungsmöglichkeiten, recht- und praktische Umsetzung – und das von Anfang An zusammen gedacht.
00:41:16: Das bringt's!
00:41:17: Ja,
00:41:19: ja vor allem um das nochmal auseinander zu dividieren wo es den meisten.
00:41:25: Wo's vielen Herstellern schon fehlt bei dem Identifizieren ich habe das vor vielen Jahren mal toxische Umsätze genannt.
00:41:31: also sie können schon identifiziert dass es toxische Umsetze gibt.
00:41:34: aber die Konsequenz ist heißt dass Ich muss meine Kunden danach bewerten wie viel Wertschöpfung Sie mir als Hersteller geben.
00:41:42: und Wertschöffung is in der Regel Kundenzugang niedrige Preisaggressivität.
00:41:50: Und wenn ich das schon nicht mache und meinen... Nein,
00:41:55: Preisagressivität darf keine Rolle spielen!
00:42:00: Wenn ich einem Händler über mein Bezugskonditionssystem Waffen- und Munition in die Hand gebe, darf ich mich nicht darüber wundern, dass der damit Krieg führt gegen alle anderen?
00:42:10: Das stimmt ja.
00:42:13: Wenn du diese Herausforderungen hast dann ist das Hersteller selbst gemacht.
00:42:20: Ja, da muss man mal ganz klar sagen und für mich ja.
00:42:25: und auch dieses Thema Wertschöpfung ich würde es nicht nur vom Hersteler her denken Ich würde es vom Endkunden herdenken dafür für diejenige Leistung für die ein endkundebereites Geld zu bezahlen.
00:42:38: Die ist relevant im Vertriebsprozess Und jede andere Leistungen ist ein nice to have.
00:42:45: und dann stellt sich die Frage, wer findet es nice dass man die hat ja?
00:42:50: Und der muss dann dafür bezahlen.
00:42:52: Aber die Zahlungsbereitschaft des Endkunden für die in der Vertriebskette erbrachten Leistungen das ist die harte Währung.
00:42:59: Ja ich nenn's mal anders wenn der einzige die einzige Wertschöpfung beim Endkund darin liegt dass der Preis günstiger ist auf einer Plattform Die den Kundenzugang bietet wie Google oder Amazon oder vergleichbare.
00:43:17: Dann wäre das für mich etwas, was ich als Hersteller kritisch betrachten würde, weil es auf die... Auf das Gesamtergebnis mit Sicherheit nicht positiv ist – weder für den Endkunden noch für den Handeln und für den Herstellern.
00:43:34: Auch da möchte
00:43:35: ich widersprechen….
00:43:36: Achtung!
00:43:37: Ich möchte auch da widersprechen, weil eine Plattform, egal ob das Amazon ein Marketplace oder sonst irgendeiner.
00:43:45: Die können auch nur die Preise machen, die ihnen ermöglicht werden durch das Bezugskonditionsmodell des Herstellers bei.
00:43:52: keiner von denen finanziert Rabatte vor oder keiner von den wollen vielleicht weniger verdienen pro Verkauf aber drauf zahlen wollen.
00:44:03: die wenigsten können auch die wenigst gibt da vielleicht so ein paar Systeme, die sich damit Marktanteiler kaufen wollen.
00:44:11: Aber im Großen und Ganzen müssen sie schon auch alle irgendwie
00:44:14: kalkulieren.".
00:44:15: Und das Hauptproblem findet im Kopf der Entscheider in Vertrieb, Marketing- und Geschäftsführung der Hersteller an.
00:44:29: Dort fängt es an... Und zwar, was die selbst für möglich halten und was sie selbst für beeinflussbar halten.
00:44:35: Und wo Sie selbst eigentlich das Problem sehen?
00:44:37: Ja!
00:44:38: Die wenigsten Sehen des Problems bei sich sollten es aber dort als erstes mal suchen.
00:44:43: Da kommen wir zu der Bewertung.
00:44:45: Ich versuche es da nochmal positiv auszudrücken welcher Kunde ist einer der mir viel wertschöpft.
00:44:50: Das ist in der Regel korreliert mit dem Kundenzugang den er selbst hat.
00:44:55: Also ob das jetzt Marktplatz ist oder stationär und zu meiner Zielkundschaft.
00:45:01: Das ist in der Regel ein hoher Wert, da würde es mir zustimmen.
00:45:04: Und danach sollte ich den hohe Kundenzugang, hohe Wertschöpfung für den Hersteller unter Umständen – weil dafür das was der Handel ja macht diese Verbindung dann herzustellen Und diese Bewertung, die muss stattfinden und diese toxischen Umsätze.
00:45:26: Das sind dann die, die aushandelt sich einfach nur die Stärke der Marke absurfen, die Nachfrage, die je nach dem Markt ist, absurven, sich auf Marktplätze setzen, auf Preissuchmaschinen umdann davon zu profitieren dass der Hersteller sich viel Mühe gegeben hat so eine tolle Marke aufzubauen mit tollen Produkten die dann praktisch nur abgesurft wird, da ist wenig Wertschöpfung in dem Prozess für den Endkunden und für den Hersteller.
00:45:57: Also das möchte ich so... Ich weiß wir sind jetzt schon am Ende unserer Zeit gleich aber das möchte sich so bitte nicht stehen lassen weil günstige Preise können ja mal vordergründig gut sein für den Verbraucher dass er günstig einkaufen kann oder für den Entverwenderer.
00:46:13: also es heißt günstigen preises sind persönlich schlecht.
00:46:18: Die Frage, wo es sie anfangen für mich diskussionswürdig zu werden ist wenn eben praktisch Qualitätsorientierte Fachhandelssysteme mit einem Schlag bei den selben Produkten mit Discount Strukturen online oder stationär konkurrieren sollen.
00:46:37: Das halte ich zum Beispiel schlicht unfair.
00:46:41: jetzt mal im menschlichen Sinne nicht unbedingt im juristischen Sinne Aber das ist ein Punkt.
00:46:48: Und deine Ausführung, ich sage es bewusst etwas provokativ, gehen in Richtung Gejammer von Hersteller-Vertreben die sagen der Markt ist böse.
00:46:58: Nein!
00:46:59: Der Markt ist nicht böse, der Markt is hart und es gibt einen Unterschied zwischen Hart und Böse.
00:47:05: Und hart ist er dann wenn man selber keine Struktur und keine Idee hat wie man sich aufstellen und bewegen soll.
00:47:13: Und wenn es schlecht läuft, läuft es in der Regel nicht bei allen schlecht.
00:47:17: und diejenigen, bei denen es besser läuft.
00:47:20: Die haben einfach bessere Antworten auf die anstehenden Fragen, die eben so ein Vertriebsmodell auffürft.
00:47:28: Ja jetzt muss ich das gejammert hier Dürte!
00:47:30: Das ist weil du mich nicht ausreden lässt... Ich wollte nämlich darauf hinaus, dass die Disziplin des Herstellers ist jetzt diese Situation zu bewerten und danach dann seine Struktur zu erstellen.
00:47:44: Und das ist der erste Teil.
00:47:47: also Bewerten wie sehen eigentlich die Kunden aus mit denen ich meine Endkunden erreichen kann?
00:47:53: Und um da in das aktive Handeln aus dem Jaman rauszukommen und Der zweite Schritt ist dann was du beschreibst und das, was du dann Messer scharf ebenfalls lieferst.
00:48:05: Das ist eine Idee davon.
00:48:08: wie kann ich auch durchsetzen dieses Zielbild, nach dem ich das Zielbild habe?
00:48:14: Und der dritte Teil dürfte natürlich sein – also wie führe ich es aus oder wie exekutiere ich das?
00:48:23: weil die Probleme, das werden dann viele sagen ist ja schön und gut.
00:48:26: Das höre ich auch immer wenn es um selektiven Vertrieb geht, der ist ja schon gut.
00:48:29: aber wie erklären wir das denn hier unseren Kunden?
00:48:32: Ja genau da müssen natürlich auch die Außendienstmitarbeiter geschult werden in der Kommunikation, da muss die Kommunikations mit dem Handel vorgenommen werden usw.
00:48:42: Also das sind die Einflussbereiche, die jetzt aktuell für das Designen einer zeitgemäßen Vertriebsstrategie und Struktur dann da sind.
00:48:53: Richtig?
00:48:54: Genau, ganz genau!
00:48:55: Aber ich glaube das ist was für den nächsten Podcast, den wir zwei dann bestimmt bald mal machen werden und ich kann insofern den Hörer nur empfehlen bleiben Sie dran,
00:49:06: hören Sie
00:49:07: jeden einzelnen Podcast und hören sie vielleicht auch nochmal die, die wir schon aufgenommen haben erneut.
00:49:14: Mehrfaches Wiederholen hilft.
00:49:16: Ja und da können wir gerne beim nächsten Mal noch mal tiefer darauf eingehen.
00:49:22: Ja mit den neuen Algorithmen auch was heißt die neuen Algoritmen jetzt gar nicht zugekommen.
00:49:31: Verbinden so ja.
00:49:32: dann Markus dankeschön.
00:49:33: danke dass du da warst.
00:49:35: wir werden wahrscheinlich am elften zwölf november sehen, wir uns dann vor Ort hier in solingen worauf ich mich sehr freue.
00:49:44: für die dies noch nicht wissen die noch kein ticket gekauft haben Ich würde das schleunigst tun denn die platze sind nämlich begrenzt.
00:49:51: wir im exklusive Ticketverkäufe nur für Markenhersteller, nicht für Agenturen und Dienstleister.
00:50:00: Also wir wollen eine Veranstaltung für Markenersteller sein haben Experten vor Ort die in der Regel wenn du die mit dem Kontakt haben möchtest dann sind das Berater für die Du ja die den Honorar bekommen für ihre Beratung für ihr Wissen.
00:50:20: Da haben wir mehrere zusammen wie den Kai Hudetz, Martin Häubel, Markus Nestler und Christian Kelm.
00:50:29: Und viele andere!
00:50:33: Schau mal auf vendorstrategietragetunkt.de falls du es noch nicht gemacht hast und sicher dir jetzt ein Ticket wenn du gerne nach Solingen kommen möchtest und Markus Nestlar live treffen möchtes.
00:50:44: So Markus Dankeschön Bis zur
00:50:46: nächsten Folge.
00:50:47: Danke auch, danke schön.
00:50:49: Und bis bald.
00:50:50: und die Alzhörer!
00:50:52: Wie immer wünsche ich dir maximale Wirksamkeit und deinem Unternehmen viel Erfolg.
00:50:57: Danke fürs Zuhören.
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